basketball-world header logo
    • Basketball Heute
    • Schlagzeilen
    • Videos
    • Wettbewerbe
  • USA
    • NBA
    • WNBA
    • NCAA
  • Deutschland
    • BBL
    • DBBL
    • Pro A
    • BBL Pokal
  • Europa
    • EuroLeague
    • Eurocup
    • Champions League
    • FIBA Europe Cup
  • FIBA World Cup
    • Basketball-WM
    • WM der Frauen in Berlin
  • Sonstiges
    • Wir über uns
    • Instagram
    • Facebook
    • Linkedin
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Nutzungsbedingungen
Partner des kicker.de

    NBA

    vor 8 Stunden

    Die Offseason von New Orleans in der Analyse

    Das Jahr der Wahrheit: Zion und die Pelicans am Scheideweg

    Sieben Jahre spielt Zion Williamson nun schon bei den New Orleans Pelicans, so ungewiss wie vor dieser Saison war seine Zukunft noch nie. Die Pelicans wagen noch einmal einen letzten Anlauf, dabei wird nur eine wichtige Personalie ausgewechselt.

    Zion Williamson
    Zion Williamson wurde 2019 mit dem ersten Pick von den Pelicans gedraftet. IMAGO/Marty Jean Louis

    New Orleans Pelicans: Was wurde in der Offseason gemacht?

    Zum fünften Mal in sieben Jahren verpassten die Pelicans in der Ära Zion Williamson die Playoffs, 26 Siege unterbot die noch recht junge Franchise seit 2002 lediglich dreimal. Wie so oft im Big Easy spielten Verletzungen wieder eine Rolle. Am Ende wurde die Bilanz sogar geschönt, weil die Pelicans im Gegensatz zu vielen anderen Teams keinen Anreiz hatten, um Spiele zu verlieren. Bekanntlich hatte man den Pick nach Atlanta getradet, um Derik Queen ziehen zu können.

    Dafür gab es viel Spott und auch in diesem Sommer war das Gelächter groß, als Boss Joe Dumars dem 38-jährigen DeAndre Jordan einen Zweijahresvertrag gab und somit mehrere Millionen aus dem Fenster warf, weil Minimalverträge nur für ein Jahr von der NBA bezuschusst werden. Das Interesse an Jordan hielt sich vermutlich in Grenzen, spielen wird der Oldie kaum.

    Viel mehr passierte auch nicht. Die Trade-Gerüchte um Trey Murphy III und Herb Jones verpufften. Stattdessen dealte New Orleans lediglich Jordan Hawkins und Micah Peavey zu den Grizzlies, um einen Kaderplatz für Bennedict Mathurin zu schaffen. Der Kanadier konnte sich mit den Clippers als Restricted Free Agent nicht auf einen Vertrag einigen, stattdessen bekommt der Forward in New Orleans einen weiteren Neuanfang.

    A.J. Johnson dürfte der dritte Spielmacher im Team sein und auch Watford verleiht dem Flügel noch ein wenig Tiefe. Die abgegebenen Spieler wird man dagegen nicht vermissen. Interessant ist derweil die Verpflichtung von Jamahl Mosley als neuem Headcoach. Der leistete in Orlando zuletzt fünf Jahre gute Aufbauarbeit mit einem jungen Team und ist für sein Faible für Defense bekannt. Dies können die Pels definitiv gut gebrauchen.

    New Orleans Pelicans: Zu- und Abgänge

    Zugänge: Bennedict Mathurin (Clippers), A.J. Johnson (Mavericks), Trendon Watford (Sixers)
    Abgänge: Jordan Hawkins, Micah Peavy (beide Grizzlies), Kevon Looney (Lakers)
    Draft: -
    Extension: DeAndre Jordan (2 Jahre, 8 Mio. Dollar), Saddiq Bey (3 Jahre, 55,5 Mio.)

    New Orleans Pelicans: So könnte die Rotation aussehen

    PGSGSFPFC
    D. MurrayH. JonesT. Murphy IIIZ. WilliamsonY. Missi
    J. FearsJ. PooleB. MathurinS. BeyD. Queen
    A.J. JohnsonB. McGowensT. WatfordK. MatkovicD. Jordan

    New Orleans Pelicans: Was ist die Ausrichtung der Franchise?

    Es wird ein richtungsweisendes Jahr für New Orleans. Der Vertrag von Williamson ist nach der Saison nicht mehr garantiert, Spielmacher Dejounte Murray kann aus seinem Deal aussteigen. Überhaupt haben stand jetzt nur fünf Spieler (Murphy, Jones, Fears, Queen, Jordan) einen garantierten Vertrag für die folgende Saison.

    Murray und Zion haben bislang erst 13 Spiele (Bilanz: 5-8) zusammen absolviert, entsprechend schwer ist es, dieses Team zu bewerten. Es lässt sich nur erahnen, vermutlich will sich das Front Office auch deswegen den Kader noch einmal genauer anschauen, bevor wirkliche Konsequenzen gezogen werden.

    Denn auf dem Papier haben die Pels trotz einer weiteren Seuchensaison interessante Spieler wie Herb Jones oder Murphy, die viele andere Contender gerne in ihren Reihen wüssten. Nur passt es bislang einfach nicht zusammen. Die kommende Saison dürfte die letzte Chance für diesen Kern sein.

    New Orleans Pelicans: Die Schwächen

    Das große Fragezeichen bleibt die Center-Position. Queen überzeugte in seiner Rookie-Saison als offensiver Hub und Mini-Jokic, ist aber defensiv sehr anfällig. Das macht die Kombination mit Williamson sehr herausfordernd. Auch Backup Missi zeigte in zwei Jahren ein paar Ansätze, mehr aber auch nicht. Dennoch könnte der Kameruner starten, weil er defensiv deutlich besser als Queen ist.

    Mehr zum Thema
    • Sechs Teams in der Bredouille: Die NBA hat jetzt einen "Abstiegskampf"
    • Pels-Boss mit Appell an Zion - Williamson deutlich leichter als im Vorjahr

    Es steht sinnbildlich für die fehlende Balance im Kader. Jones ist eher ein Forward, Murphy ein Vierer, beide müssen aber auf kleineren Positionen spielen. Dazu bleibt die Frage, ob Zion endlich fit bleibt und seinen Superstar-Durchbruch feiern kann. So wirklich glauben mag man es nicht. Murray war auch nie der klassische Spielmacher, dahinter ist Jeremiah Fears eher ein Scorer und Jordan Poole bleibt ohnehin ein Rätsel. Shooting fehlt in der Starting Five auch, Zion braucht für seinen Stil eigentlich vier Schützen um ihn herum, doch das ist New Orleans in diesen sieben Jahren zuvor einfach nicht gelungen.

    New Orleans Pelicans: Prognose

    Es ist wie so oft mit New Orleans. Auf dem Papier sieht das alles nicht verkehrt aus, doch je tiefer man eintaucht, desto mehr Probleme und Fragezeichen tauchen auch auf. Dazu kommt das fast schon traditionelle Verletzungspech, was nach so vielen Jahren auch kein Zufall mehr sein kann (die Pels teilen sich als einziges Team die medizinische Abteilung mit dem NFL-Team Saints).

    Man konnte sich konstant darauf verlassen, dass die Pelicans enttäuschen, und solange sie es nicht widerlegen können, werden wir an dieser Stelle erneut darauf setzen. Der Westen hat qualitativ hinter der Spitze etwas nachgelassen, dennoch dürften die Play-Ins mal wieder das Höchste der Gefühle bleiben. Dass diese sogar komplett verpasst werden, sollte gleichzeitig auch nicht ausgeschlossen werden.

    Folge basketball-world.news auf Instagram!

    Robert Arndt