27.03.2026
Arizona träumt vom ersten Final Four seit 2001
Ivan Kharchenkov steht mit den Arizona Wildcats im Elite Eight von March Madness. Arkansas war ohne Chance, den Frust bekam am Ende der Ex-Bayern-Guard zu spüren, doch dies spornte den Junioren-Nationalspieler nur noch mehr an.

Sieben Minuten vor Schluss war die Messe beim 109:88-Erfolg der Arizona Wildcats gefühlt gelesen. Der Top-Seed führte bereits mit 21 Punkten, was für Frust bei den Razorbacks sorgte. Billy Richmond II schubste Ivan Kharchenkov abseits des Balles einfach weg, dafür wurde der Guard disqualifiziert.
Und Kharchenkov? Der musste darüber schmunzeln: "Ich sehe das als Motivation. Ich finde das sogar gut, weil er mir zeigt, dass er frustriert ist. Das gibt mir noch mehr Energie", sagte der 19-Jährige nach der Partie zu der Aktion. Den anschließenden Freiwurf vergab der Swingman zwar, doch ansonsten war es erneut eine starke Vorstellung des Deutschen, der mit 15 Punkten (4/6 FG, 7/10 FT) und fünf Assists im Teamgefüge eine gute Rolle spielte.
"Wir haben den Ball gut von der einen auf die andere Seite bewegt und dann die Lücken gefunden", analysierte Kharchenkov. "Wir haben die einfachen Plays gemacht, nichts forciert und dann unsere Würfe getroffen." 54 Punkte hatten die Wildcats schon in der ersten Halbzeit erzielt, am Ende hatte das Team von Coach Tommy Lloyd 64 Prozent seiner Würfe getroffen und gerade einmal acht Dreier genommen.
Nun wartet im Elite Eight 2-Seed Purdue auf die Wildcats, die zum ersten Mal seit 25 Jahren wieder ein Final Four erreichen könnten. Für Kharchenkov ist das nebensächlich: "Ich glaube nicht an Flüche und Dürren. Wir sind ein neues Team und alles, was in der Vergangenheit passiert ist, spielt keine Rolle."
Stattdessen richtet sich der Blick auf die Nacht auf Sonntag, wenn Arizona um 1.49 Uhr deutscher Zeit in San Jose wieder ran muss. Groß gefeiert wird ohnehin nicht, wie Kharchenkov verriet: "Ich gehe jetzt nach Hause, mache mir Essen und bereite mich dann auf Purdue vor."
rar