vor 5 Stunden
Was ist los beim DBB-Kapitän?
Dennis Schröder hat bei der Niederlage der Cleveland Cavaliers in Spiel 3 gegen die Toronto Raptors einen Abend zum Vergessen erlebt.

Bei der Rückkehr in seine alte Heimat hatte der Deutsche eigentlich darauf gehofft, mehr Spielzeit zu bekommen - das Gegenteil war in Spiel 3 aber der Fall. Schröder stand im ersten Viertel 5:20 Minuten auf dem Feld, in denen er einen Dreier traf (1/2) und sich einen Rebound schnappte. Allerdings warf er auch gleich dreimal den Ball weg und sah defensiv mehrmals schlecht aus, sodass die Cavs die Minuten mit ihm auf dem Feld mit -8 verloren.
Dieses kurze Intermezzo von Schröder hatte Coach Kenny Atkinson offenbar gar nicht gefallen, denn im gesamten restlichen Spiel wechselte er den DBB-Kapitän kein einziges Mal mehr ein. Stattdessen sahen Keon Ellis, Jaylon Tyson und Sam Merrill allesamt 15+ Minuten, wobei Ellis und Merrill zusammen nur auf magere drei Pünktchen kamen. Für Schröder sind die fünf Minuten Spielzeit ein neuer Negativrekord im Cavs-Trikot: In der Regular Season stand er immer mindestens 15 Minuten auf dem Feld, in den ersten beiden Spielen der Serie immerhin noch je rund 13.

Allerdings darf Schröder weiterhin hoffen, dass seine Minuten im Laufe der Serie noch hochgehen werden, wenn Immanuel Quickley auf Seiten der Raptors sein Comeback gibt. Schröder kennt den Guard aus gemeinsamen Zeiten in Toronto gut und sein defensives Profil passt gut zu dem, was Quickley offensiv kann.
In seinen bisherigen drei Spielen hat sich Schröder jedoch nie für mehr Spielzeit empfohlen: Er hat nur drei seiner elf Würfe getroffen (1/6 Dreier), sechs Assists gespielt und viermal den Ball weggeworfen. Dazu steht er bei einem Plus-Minus von -13 über die Serie.
Seine nächste Chance bekommt Schröder am Sonntagabend (19 Uhr deutscher Zeit), wenn die Cavs die Vorentscheidung erzwingen wollen.
gfr