17.03.2026
Deutsches Toptalent verpasst Division-I-Turnier
Mit 21 Double-Doubles in seiner Freshman-Saison bei den Washington Huskies avancierte Hannes Steinbach auf Anhieb zum Schlüsselspieler seines Teams. Für eine Teilnahme am prestigeträchtigen Division-I-Turnier, besser als March Madness bekannt, genügte es aber nicht. Das sind die Gründe.

18,5 Punkte und 11,8 Rebounds pro Spiel: Der gebürtige Würzburger Hannes Steinbach hat die Big-Ten-Conference in seinem ersten Jahr auf dem College im Sturm erobert. In zahlreichen Mock-Drafts in Bezug auf die kommende NBA-Ziehung wird der Forward in der ersten Runde gehandelt.
Die Chance, in jenen Rankings weiter zu klettern, bleibt dem 19-Jährigen allerdings verwehrt. Seine Huskies hatten nicht den Sprung unter die besten 68 College-Programme der USA geschafft und damit eine Teilnahme an der March Madness verpasst.
Eine Qualifikation für das NCAA-Tournament ist zweierlei möglich: entweder über den Sieg im Conference-Turnier ("automatic bid") oder über eine Nominierung durch das Auswahlkomitee ("at-large-bid"). Dieses macht seine Entscheidungen von den Leistungen eines Teams in der regulären Saison sowie in den Conference-Turnieren abhängig.
Die Washington Huskies haben allerdings eine durchwachsene Spielzeit hinter sich. Innerhalb der Big-Ten-Conference gewann man lediglich sieben der insgesamt 20 Partien und beendete die Saison damit auf Rang 13. Besonders bitter: Ob des hohen Niveaus innerhalb der Conference erhielten gleich neun Big-Ten-Teams den Zuschlag für die March Madness. Die Huskies waren allerdings nicht dabei.
| Sp | Min | PTS | FG | FG3 | REB | BLK |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30 | 34,6 | 18,5 | 57,7% | 34,0% | 11,8 | 1,2 |
Steinbach ist allerdings nicht der einzige Deutsche, der eine Teilnahme verpasst hat. Zu dieser Liste zählen unter anderem auch Elias Rapieque (Kansas State), Davi Remagen (Georgia Tech), Jacob Patrick (Utah), Rikus Schulte (Fordham), Kilian Brockhoff (William & Mary), Michael Rataj (Baylor) und Lamin Sabally (Iona).
Aus deutscher Sicht ist es jedoch erfreulich, dass aufgrund der vielen College-Zugänge in den vergangenen Jahren dennoch zahlreiche Deutsche am Turnier teilnehmen werden können. Insgesamt 14 Spieler schafften mit ihren Teams die Qualifikation, darunter auch Christian Anderson Jr. (Texas Tech) und Ivan Kharchenkov (Arizona). Hier geht's zur kompletten Übersicht.
Unklar ist nun, wie es für Steinbach weitergeht. Ein Platz im kommenden NBA-Draft scheint dem Würzburger bereits nahezu sicher zu sein. Noch hat der Big Man allerdings offen gelassen, ob er sich umgehend dafür anmelden wird oder noch längere Zeit auf dem College verbringen wird. Dank seiner tollen Leistungen in den vergangenen Monaten stehen ihm jedenfalls alle Türen offen. Und auch der finanzielle Unterschied im Vergleich zur NBA ist ja bekanntermaßen seit der Einführung der NIL-Deals nicht mehr allzu groß.
jos