vor 10 Stunden
Qualifikation zur Basketball Champions League
Rasta Vechta hat die Knochenmühle Qualifikation zur Basketball Champions League mit Bravour gemeistert. Der BBL-Vertreter trotzte einigen Widerständen und überzeugte in Bulgarien als Einheit. Die Verantwortlichen schwärmen von der neuen Mannschaft.

Erleichtert standen sie in der Mitte der fast leeren Arena im bulgarischen Samokov. 16 Teams waren angetreten, nur eines konnte sich mit vier Siegen für die Champions League qualifizieren und am Ende hielt Rasta Vechta das überdimensionale Ticket für die BCL in der Hand. Und dass obwohl man in den letzten drei Spielen ohne drei Point Guards (Tommy Kuhse, Kihei Clark, D’Mitrik Trice) auskommen musste.
"Die Woche war sehr anstrengend, wir hatten ein paar angeschlagene Spieler, Verletzte, Erkrankte", sagte Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele nach dem Coup. "Jetzt hat jeder seinen Anteil an diesem Erfolg gehabt. Wir haben uns als Team gut weiterentwickelt." In der Tat waren es über die Woche immer wieder andere, die die Mannschaft trugen. Tibor Pleiß und Kuhse gegen Denizli, Lars Thiemann gegen Benfica, Armaan Franklin gegen Patras und im Finale dann der kurzfristig verpflichtete Nelson Weidemann, der 15 Punkte im Schlussabschnitt gegen Dziki Warschau erzielte.
"Da entsteht eine ganze tolle Chemie", freute sich der Sportdirektor. Im Finale spielte Vechta nur noch mit Imports, stattdessen mussten Youngster wie Peter Hemschemeier, Linus Trettin oder Timo Lanmüller in die Bresche springen und auch sie fügten sich voll in die Mannschaft ein.
"Dass wir zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison schon so zusammenstehen und wie wir mit Widerständen umgehen, wie immer jemand in die Bresche springt, das ist schön zu sehen", merkte Coach Christian Held an. "In dieser Mannschaft macht jeder, was das Team gerade von ihm braucht."
Viel Zeit zum Durchschnaufen nach vier Spielen in sieben Tagen bleibt jedoch nicht. In der BBL steht mit dem Heimspiel gegen Bamberg und dem Gastauftritt in Frankfurt ein Doppelspieltag in nur drei Tagen auf dem Programm, in der folgenden Woche muss der 1. BBL-Spieltag gegen Jena nachgeholt werden.
Und dann geht es Anfang Oktober auch schon in der Champions League weiter. Hier treffen die Niedersachsen zunächst auf Spartak Subotica, die weiteren Gegner in der Gruppe F sind Cholet und Hapoel Holon, die übrigens ihre Heimspiele ebenfalls in Samokov austragen werden. Wenn das mal nicht beflügeln wird …
rar