18.02.2026
Debatte um absichtliches Verlieren
Der ehemalige Besitzer der Dallas Mavericks hat sich zum Thema Tanking geäußert. Der 66-Jährige sieht dies nicht als Problem, viel mehr sei es für die Liga weiterhin notwendig.

Seit Wochen wird nun schon darüber diskutiert, wie man Tanking in der NBA eliminieren kann. Geht es nach Mark Cuban, ist dies der falsche Ansatz. "Die NBA macht den Fehler, dass sie denken, dass Fans sehen wollen, dass ihr Team jedes Spiel gewinnen kann", führte Cuban auf X aus. "So war es aber noch nie."
Cuban kaufte 2000 die Mavericks und gab vor einigen Jahren den Großteil seiner Anteile ab, inzwischen hält er noch eine kleine Minderheit. "Als ich damals in die Liga kam, dachten sie, dass es um Basketball gehe. Das stimmt aber nicht, weil es darum geht, ein Erlebnis für die Fans zu kreieren", führte Cuban weiter aus.
Demnach gehe es darum, den Fans Hoffnung zu verkaufen. Hoffnung, dass es man im kommenden Jahr besser werden würde. "Um der Meisterschaft näher zu kommen, gibt es den Draft, Trades und Capspace. Und wenn du deine Chance für alle drei Aspekte vergrößern willst, dann hilft Tanking", ist sich der 67-Jährige sicher.
Zuletzt hatte sich auch Commissioner Adam Silver in die Debatte eingeschaltet und das absichtliche Verlieren von einigen Teams scharf kritisiert. Als "so schlimm wie lange nicht mehr" bezeichnete der NBA-Chef die derzeitige Situation. Zuletzt wurden mit den Utah Jazz (500.000 Dollar) und den Indiana Pacers (100.000 Dollar) zwei Teams zur Kasse gebeten, weil diese in Spielen ihre Star-Spieler schonten.
Für Cuban, der selbst einmal eine Strafe in Höhe von 500.000 Dollar für das Zugeben des absichtlichen Verlierens zahlen musste, ist das der falsche Ansatz. "Wisst ihr, wen Tanking überhaupt nicht interessiert? Den Familienvater mit drei Kindern, der sich die Tickets nicht leisten kann und seinen Kindern keine Jerseys kaufen kann."
Laut ihm sei Tanking nie ein Problem gewesen. "Wir haben das nicht oft gemacht, aber wenn wir absichtlich verloren haben, dann standen die Fans voll hinter uns." Unter Cuban war dies zuletzt 2018 der Fall, als man die Saison mit einer Bilanz von 24-58 beendete und wenige Monate später Luka Doncic draftete.
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