10.02.2026
NBA kompakt
Cleveland beendet den Roadtrip mit einem späten Punch in Denver, als Donovan Mitchell und James Harden das Spiel in den letzten Sekunden drehen. Dazu: Eskalation bei Pistons vs. Hornets, ein Wolves-Run gegen dezimierte Hawks und ein Jazz-Dreier, der Miami kurz vor Schluss den Stecker zieht.

In Denver lagen die Cleveland Cavaliers im vierten Viertel noch zweistellig hinten und wirkten lange einen Tick zu spät. Trotzdem blieb Cleveland dran - und fand in der Schlussminute die entscheidenden Looks, als Denver die Kontrolle kurz verlor.
Erst kam Jarrett Allen zweimal frei zum Abschluss, dann traf James Harden (22/10/7) den Stepback-Dreier zum Ausgleich. Die letzte Szene gehörte Donovan Mitchell (32/10), der das Foul zog und die Freiwürfe verwandelte. Dennis Schröder kam in 25 Minuten von der Bank auf fünf Punkte, drei Assists und zwei Steals. Bei Denver lieferte Nikola Jokic ein Triple-Double, leistete sich aber mehrere Turnover (7).
Die Los Angeles Lakers waren bis ins vierte Viertel dran und hatten nach einem starken dritten Abschnitt kurzzeitig das Momentum. Oklahoma City blieb aber stabil, antwortete auf jeden Lauf und setzte sich in den letzten Minuten mit besseren Abschlüssen und mehr Kontrolle am Brett ab.
Wichtig dafür war auch Isaiah Hartenstein: Er kam auf zehn Punkte, neun Rebounds und sechs Assists (dazu 3 Steals) und half OKC, den Rebound-Vorteil auszuspielen. Für die Thunder war zudem Scoring aus der Rotation entscheidend, während bei den Lakers LeBron James (22 Punkte, 10 Assists) und Marcus Smart (19) die Offensive trugen.
Die Detroit Pistons stoppten die Charlotte Hornets nach deren neun Siegen in Folge und hielten in der Schlussphase die Nerven. Charlotte kam im letzten Minute noch einmal ran, bekam aber keinen Ausgleich mehr hin.
Das Spiel war geprägt von einer Eskalation im dritten Viertel: Nach einem Gerangel kam es zu einer Rudelbildung mit Schlägen, am Ende flogen vier Spieler raus. Für Detroit stach Cade Cunningham (33/9/7) heraus, bei Charlotte punkteten Brandon Miller (24), LaMelo Ball (20) und Kon Knueppel (20) konstant - aber nicht genug für den späten Push.

Memphis führte vier Minuten vor dem Ende noch 113:103 und sah wie der sichere Sieger aus. Golden State blieb aber dran, verteidigte mehrere Possessions am Stück sauber und bekam genau dann die Stops, die das Spiel kippen lassen.
Dann folgte der 11:0-Lauf der Warriors - abgeschlossen durch den Gamewinner-Layup von Gui Santos 19 Sekunden vor Schluss. Memphis rutschte die Partie in den letzten Angriffen aus den Händen, während Golden State die Wende über Energie, ausgeglichenem Scoring (sieben Spieler zweistellig) und die entscheidenden Abschlüsse im letzten Abschnitt vollendete.
Minnesota machte gegen die personell angeschlagenen Hawks schon vor der Halbzeit alles klar. Der Schlüssel war ein langer Lauf vom Ende des ersten bis weit ins zweite Viertel (40-18), der die Partie früh auseinanderzog.
Anthony Edwards legte die Basis mit starker erster Hälfte (21 seiner 30 PTS), dazu kam breite Scoring-Unterstützung aus der Rotation. Atlanta hielt offensiv über CJ McCollum dagegen, blieb defensiv aber offen - und verlor im vierten Viertel nach einer kurzen Auseinandersetzung zusätzlich zwei Spieler durch Ejections.
Bis zur Halbzeit war das Spiel eng, dann kam Portlands kompletter Ausbruch: 49 Punkte im dritten Viertel drehten die Partie schlagartig und rissen ein Loch, das Philadelphia nicht mehr schließen konnte. Die Sixers trafen ordentlich, wurden aber über Tempo, Rebounds und Dreier-Masse überrollt.
Portland traf 22 Dreier und gewann das Rebound-Duell deutlich (51:33), inklusive 20 Offensivrebounds. Toumani Camara lieferte ein Ausrufezeichen-Spiel (30 Punkte, 8/10 Dreier), Deni Avdija füllte den Boxscore (26/10/8), dazu kam Jrue Holiday mit 13 Punkten und sieben Assists. Für Philly traf Tyrese Maxey 30, Kelly Oubre Jr. 19.
Utah drehte das Spiel in der Crunchtime und setzte den entscheidenden Nadelstich kurz vor Schluss. Miami hatte danach noch Chancen, ließ den Ausgleich aber liegen.
Brice Sensabaugh traf den go-ahead Dreier 47 Sekunden vor dem Ende und kam auf 14 Punkte. Topscorer für Utah war Jaren Jackson Jr. mit 22, bei Miami führte Andrew Wiggins mit 26. Auffällig: Die Jazz dominierten die Zone klar (54:30 Punkte in der Paint).
sgm