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    WNBA

    vor 1 Stunden

    TV-Quoten explodieren

    "Caitlin-Clark-Effekt": Wie eine Ausnahmefigur die WNBA revolutioniert

    Caitlin Clark füllt die Arenen der WNBA im Alleingang. Sogar ihre Gegnerinnen sind dankbar für den "Caitlin-Clark-Effekt", der die Liga aus der Nische in den Mainstream katapultiert hat.

    Caitlin Clark spielt bei den Indiana Fever in der WNBA.
    Caitlin Clark spielt bei den Indiana Fever in der WNBA. IMAGO/Icon Sportswire

    Volle Hallen, steigende TV-Zuschauerzahlen und ein neuer Tarifvertrag: Seitdem Caitlin Clark mit dem ersten Pick im Draft 2024 von der Franchise Indiana Fever in die WNBA geholt wurde, hat sie die nordamerikanische Frauen-Basketballliga auf den Kopf gestellt. "Es ist verrückt, welches Wachstum sie für die Liga ausgelöst hat", sagte Superstar Napheesa Collier über Clark.

    Die 24-Jährige sorgt nicht nur dafür, dass die Teams und Spielerinnen mehr Geld verdienen, sondern verschafft den Sportlerinnen auch mehr Respekt der Fans für ihre Leistungen auf dem Parkett. Dieses Phänomen wird als "Caitlin-Clark-Effekt" bezeichnet und hat besondere Auswirkungen auf die kommende Saison.

    Clark ist durch ihren polarisierenden Spielstil populär geworden: Sie konnte ihre spektakulären Würfe aus der Distanz und ihre Übersicht auf dem Court sofort vom College der Iowa State University in die WNBA übertragen. In ihrer Rookie-Saison erzielte sie die meisten Assists der gesamten Liga und markierte mit 19,2 Punkten pro Spiel den fünftbesten Wert. Das brachte ihr den Titel "Rookie of the Year", eine Berufung ins Allstar-Game sowie den vierten Platz bei der Wahl zur wertvollsten Spielerin der Liga (MVP) ein.

    WNBA: Der Spielplan

    TV-Quoten explodieren durch Clark

    Während die durchschnittliche Zuschauerzahl einer Partie im Jahr 2023 noch bei 6613 lag, stieg der Wert in der vergangenen Saison auf 11.148 an. Allein die Heimspiele von Indiana Fever zogen 2024 im Schnitt über 17.000 Fans an und wurden im Gainbridge Fieldhouse, der Arena der NBA-Franchise Indiana Pacers, ausgetragen - damit übertraf Fever sogar den Durchschnittswert des NBA-Teams. Bei Auswärtsspielen weichen die Heimteams häufig in NBA-Arenen aus, um den Fans zu ermöglichen, Clark in Aktion zu sehen.

    Auch bei den übertragenden Sendern sorgt Clark für Furore: 2,23 Millionen Menschen schalteten die Partie gegen Seattle Storm bei ABC ein und machten sie zum meistgesehenen WNBA-Spiel der Geschichte. Auch bei ESPN, ESPN2 und NBA TV liegen Spiele der Fever auf Platz eins der meistgesehenen Spiele der Historie. Nachdem sich Clark in der vergangenen Saison verletzt hatte, brachen die TV-Zuschauerzahlen der Fever um über 50 Prozent ein.

    Clark wurde 2024 gedraftet.
    Clark wurde 2024 gedraftet. picture alliance / ASSOCIATED PRESS

    Neuer Tarifvertrag: Spielerinnen profitieren finanziell

    "Es ist offensichtlich, dass das Einkommen der WNBA durch Clarks Eintritt in die Liga in die Höhe geschossen ist", sagte Lexie Brown, WNBA-Champion 2021. Mit der Kampagne "Pay us what you owe us" brachten die Spielerinnen in der vergangenen Saison ihren Unmut zum Ausdruck und erreichten so die Unterzeichnung eines neuen Tarifvertrags. "Dieser Deal ist ein Präzedenzfall für den Frauensport, nicht nur für den Frauen-Basketball", sagte Clark.

    Der Durchschnittslohn wird 2026 bei 583.000 (statt bisher 119.590) Dollar liegen. Ein Team hat insgesamt sieben Millionen Dollar für Spielerinnengehälter zur Verfügung, eine NBA-Franchise liegt zum Vergleich bei 154 Millionen. "Leider waren unser Wert und der Respekt, den wir bekommen haben, immer daran geknüpft, wie viel Geld wir verdienen. Die Menschen nehmen die Liga und uns als Spielerinnen ernster, seit Clark dabei ist", sagte Brown.

    Die 30. WNBA-Saison, in der fünf Deutsche um Starspielerin Satou Sabally dabei sind, beginnt in der Nacht auf Samstag. Clark ist am Samstag gegen die Dallas Wings im Einsatz.

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    SID