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    NBA

    vor 2 Stunden

    Kommt Detroit noch mal zurück?

    Cade historisch schwach und ein X-Faktor: Gründe für Orlandos Matchball

    Die Orlando Magic haben nach dem hart erkämpften Sieg über die Detroit Pistons im kommenden Spiel einen Matchball, um als 8-Seed in die nächste Playoff-Runde einzuziehen. Die Gründe für diese Erfolgswelle sind sowohl beim Team selbst als auch beim Gegner zu finden.

    Cade Cunningham
    Cade Cunningham steht unter Druck. Mike Watters-Imagn Images

    Nach Spiel 1 war die Euphorie bei den Orlando Magic groß, ebenso schnell wurde sie nach dem spielentscheidenden 30:3-Lauf der Pistons in Spiel 2 aber wieder getrübt. Nach zwei hart erkämpften Heimsiegen steht das Team um Franz Wagner aber nun tatsächlich kurz davor, Top Seed Detroit aus den Playoffs zu kicken und als erster 8-Seed seit den legendären Heat 2023 wieder in die Finals vorzustoßen.

    Zu sicher sein will man sich im Orlando jedoch auf keinen Fall. "Das ist ein Team, das in dieser Saison 60 Spiele gewonnen hat", mahnte Topscorer Desmond Bane nach dem Sieg in Spiel 4. "Ich bin mir sicher, dass sie nicht einmal mit der Wimper zucken, wenn es darum geht, drei Spiele in Folge zu gewinnen. Das haben sie in der Saison bestimmt schon mehrfach geschafft."

    Obwohl das absolut stimmt - genauer gesagt, haben sie neunmal in der Regular Season mindestens drei Spiele am Stück gewonnen - haben sich die Vorzeichen nun verändert und die Playoffs bringen Detroits Schwächen deutlicher zum Vorschein.

    Detroit Pistons: Offensive gegen Orlando bleibt das Problem

    Dass Spacing für die Pistons ein Problem werden könnte, war vor der Serie schon klar, dass sie teilweise solche Probleme haben würden, war jedoch nicht vorherzusehen. In der Crunchtime erzielte Ausar Thompson mit 5:24 Minuten auf der Uhr den Ausgleich zum 85:85, ehe gar nichts mehr gelingen wollte.

    Den Layup von Isaiah Stewart in den Schlusssekunden rausgerechnet, erzielten sie ein mageres Pünktchen an der Freiwurflinie und trafen keinen einzigen Wurf mehr aus dem Feld. Ja, die Defensive der Magic hat auf einem starken Niveau gespielt, einem Top Seed darf so etwas aber schlichtweg nicht passieren.

    Jalen Duren
    Jalen Duren ist aktuell angemeldet. Rick Osentoski-Imagn Images

    Vor allem nicht in einem vorentscheidenden Spiel 5 mit einem 1-2 im Rücken und gegen ein Magic-Team, das in den letzten 5:24 der Partie selbst nur neun Punkte bei zwei Field Goals (eines davon der glückliche Dreier-Banker von Bane) erzielte.

    Jalen Duren war, wie schon die gesamte Serie über, ein Schatten seiner selbst und wurde in der Schlussphase sogar auf die Bank verbannt. So hatte Detroit in der wichtigsten Phase ihrer Saison fünf Spieler auf dem Feld, von denen keiner - mit Ausnahme von Cade Cunningham, zu dem wir noch kommen - in den Playoffs als Shooter gefürchtet ist:

    - Tobias Harris: 44 FG%, 13,8 3P%
    - Ausar Thompson: 52,3 FG%, 0 3P%
    - Caris LeVert: 40 FG%, 20 3P%
    - Isaiah Stewart: 55,6 FG%, 75 3P% (bei einem Versuch pro Spiel)

    So kann sich die Magic-Defense ganz entspannt die Zone vollpacken und dem ohnehin schon überforderten Cunningham das Leben noch schwerer machen.

    Orlando macht Cade Cunningham das Leben schwer

    Ohne eine zuverlässige zweite Option hat Cunningham keine vernünftige Chance. Die Magic laden ihn ein, Würfe von draußen zu nehmen (3/11 in Spiel 4), während sie ihm seine große Waffe - den Drive - mit vielen Spielern in der Zone wegnahmen. Oder sie trappen ihn und zwingen ihm so den Ball aus der Hand, sodass ein anderer Spieler die Fäden ziehen muss. Um dem entgegenzuwirken, schickte J.B. Bickerstaff in LaVert am Spielende einen zweiten Ballhandler aufs Feld - ohne Erfolg.

    "Sie schicken mehrere Verteidiger auf ihn. Sie versuchen, ihm den Ball aus den Händen zu nehmen. Wir müssen das besser lösen, ihm weiterhin gute Anspielstationen bieten", analysierte auch Stewart nach der Partie.

    Mit den aktuellen Shootingzahlen bringen aber auch noch so viele Anspielstationen nichts. Cunningham legt im Schnitt 29,5 Punkte auf, danach kommt Harris mit 19, der aber von draußen gar nichts trifft. Deshalb macht Cunningham extrem viel selbst (35,9 % Usage Rate, mit Abstand Nummer eins in den Playoffs) und läuft viel in Probleme.

    Er war alleine für acht der 20 Pistons-Turnover verantwortlich. Über seine letzten drei Spiele hat er dadurch 24 Turnover angesammelt, was die meisten über einen solchen Zeitraum in den Playoffs seit Beginn der Datenerhebung (1977/78) sind. Diese Turnover tun nicht nur seinem eigenen Team weh, sondern befeuern auch das starke Transition Game der Magic, die selbst Probleme in der Halbfeld-Offensive haben.

    "Wir müssen besser auf den Ball aufpassen. Wir müssen das Rebound-Duell gewinnen. Und wir müssen einfach im Moment sein und verstehen, worum es hier geht. Das ist Playoff-Basketball", meinte auch Harris nach der Niederlage.

    Die Rebounds sind ein weiterer Punkt. Die Duelle unter den Körben erinnern von der Intensität her an Playoff-Spiele aus den 80ern. Dabei gilt über die Serie hinweg: Wer das Rebounding-Duell gewinnt, gewinnt auch das Spiel:

    - Spiel 1: Detroit 39 Rebounds (6 Off.), Orlando 45 (11 Off.)
    - Spiel 2: Detroit 57 Rebounds (17 Off.), Orlando 42 (13 Off.)
    - Spiel 3: Detroit 42 Rebounds (10 Off.), Orlando 48 (14 Off.)
    - Spiel 4: Detroit 49 Rebounds (12 Off.), Orlando 52 (16 Off.)

    Jamal Cain
    Jamal Cain hat brilliert. Mike Watters-Imagn Images

    Orlando Magic: Cain wird zum Playoff-Helden

    Einen wichtigen Teil daran hatte auch Jamal Cain. Der 27-Jährige, der mit einem Two-Way-Deal in die Saison gegangen ist, zeigte das beste Playoff-Spiel seiner bisherigen Karriere: Er klebte in seinen Minuten an Cunningham, arbeitete unermüdlich an den Brettern (9 Rebounds, 3 offensive) und sorgte mit seinem krachenden Poster-Dunk über Duren für das Highlight des Abends.

    "Seine Fähigkeit, aufs Feld zu gehen und all die kleinen Dinge zu tun, kommt daher, dass er weiß, dass er das nicht als gegeben hinnehmen kann", schwärmt sein Coach Jamahl Mosley anschließend von Cain.

    Neben Cain überflügelte aber auch der restliche Supporting Cast der Magic den der Pistons. Anthony Black verteidigte bockstark von der Bank und auch Goga Bitadze machte den gegnerischen Bigs das Leben unterm Korb schwer. Das gepaart mit einem funktionierenden Star-Trio um Paolo Banchero, Bane und Franz Wagner, dessen Einsatz in Spiel 5 nach seiner Verletzung allerdings fraglich ist, ist aktuell schlichtweg zu viel für die Pistons.

    In der Nacht auf Donnerstag (1 Uhr) haben sie allerdings die Chance, die Serie noch mal umzubiegen und den Anschluss zu schaffen. In den Playoffs haben wir schließlich schon verrücktere Dinge gesehen.

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