05.12.2025
Starke verbale Proteste beim Spiel gegen Bayern
Der Rücktritt von Trainerlegende Zeljko Obradovic hält den serbischen Traditionsverein Partizan Belgrad seit Tagen in Atem. Im ersten Spiel "nach der Ära Obradovic" erwirkten die Fans zwar keinen Spielabbruch, wie zuvor befürchtet. Dafür brachten sie ihren Protest auf andere Art und Weise zum Ausdruck.

So rückte das Spiel gegen den FC Bayern Basketball am Donnerstagabend über weite Strecken in den Hintergrund. Besonders zu Beginn der Partie schien es völlig belanglos, was auf dem Parkett so vor sich ging. Die Heimfans skandierten unablässig den Namen ihres verehrten Trainers: "OBRADOVIC ZELJKO" hallte es minutenlang durch die Belgrade Arena.
Erst gegen Mitte des ersten Viertels wurden diese Gesänge der 17.300 anwesenden Zuschauer zunehmend leiser. Ihren Redebedarf hatten die Partizan-Anhänger da aber noch nicht gestillt. Über den weiteren Spielverlauf hinweg wurden dann diverse Einzelaktionen ausgewählter (wohlgemerkt eigener) Spieler mit Buhrufen begleitet.
Andere Akteure, darunter insbesondere der deutsche Nationalspieler Isaac Bonga, erhielten Applaus von den Anwesenden. Hintergrund könnten die Gerüchte sein, denen zufolge der Welt- und Europameister im Falle von Obradovics Abgang gedroht haben soll, selbst den Verein zu verlassen. Partizan-Präsident Mijailovic schob einem Wechsel Bongas kürzlich jedoch den Riegel vor.
Ebenfalls auffällig: Auch Münchner Spieler wurden in Teilen vom Publikum abgefeiert. Einer davon: Bayerns Co-Kapitän und langjähriger serbischer Nationalspieler Vladimir Lucic, der selbst einst für Partizan Belgrad gespielt hatte.
jos