07.04.2026
Hurley ordnet die Niederlage ein
Ein Satz im November wurde zur Prophezeiung - und zur Realität im April. Michigan krönt eine dominante Saison mit dem Titel und stoppt UConn auf dem Weg zur nächsten Dynastie.

Als die Wolverines im November ein Top-Team aus Gonzaga mit 40 Punkten Unterschied besiegten, sprach Elliot Cadeau von der "besten Mannschaft, die je zusammengestellt wurde". Monate später wirkt diese Aussage weniger wie Übermut, sondern wie ein früher Blick auf das, was folgen sollte. Mit dem 69:63 im Finale gegen die UConn Huskies krönte Michigan eine Saison, die von Beginn an diesen Anspruch hatte.
Das Finale selbst entwickelte sich jedoch anders, als viele erwartet hatten. UConn kontrollierte über weite Strecken das Tempo, nahm Michigan die Transition-Offense komplett und profitierte von schwachem Shooting der Wolverines. Auch individuell lief es zunächst nicht rund: Yaxel Lendeborg, sichtbar angeschlagen, brachte es selbst zur Pause auf den Punkt: "Ich fühle mich schrecklich, ich bin gerade total schwach. Ich treffe nichts. Ich habe in der ersten Halbzeit zu soft gespielt."
Doch Michigan fand, wie so oft in diesem Turnier, andere Wege. Punkte in der Zone, Freiwürfe (25/28 zu UConns 12/16) und physische Präsenz hielten das Team im Spiel, ehe eine Sequenz vor der Pause die Dynamik kippte. In der zweiten Hälfte verschoben sich die Kräfteverhältnisse zunehmend, auch weil UConn in Foulprobleme geriet. Cadeau übernahm Verantwortung und setzte mit dem ersten Dreier seines Teams ein Zeichen.

Auch UConn-Coach Dan Hurley sah die Partie letztlich an Details entschieden: "Es ist schwer, auf diesem Niveau enttäuscht zu sein, wenn es am Ende einfach daran lag, dass wir unsere Würfe nicht getroffen haben." Trotz starker Defensivarbeit und 22 Offensivrebounds fehlte die offensive Effizienz (31 Prozent FG), um Michigan ernsthaft unter Druck zu setzen.
Für Alex Karaban endete damit eine prägende Ära bei UConn. Der Forward, der mit zwei Titeln und drei Finalteilnahmen zu den erfolgreichsten Spielern der Programmgeschichte zählt, sagte nach dem Spiel: "Ich habe alles gegeben, mein Herz auf dem Feld gelassen. Es tut weh, aber ich gehe mit dem Gefühl, das Programm besser zu hinterlassen, als ich es vorgefunden habe."
sgm