vor 5 Stunden
Nach schwachem EL-Start
Baskonia Vitoria-Gasteiz hat Christian Koloko offenbar ein Vertragsangebot gemacht. Eine Verpflichtung des Centers hätte für den spanischen Verein nicht nur sportliche Vorteile.

Der spanische EuroLeague-Klub Baskonia Vitoria-Gasteiz hat dem kamerunischen Center Christian Koloko offenbar ein Vertragsangebot unterbreitet. Dies berichten mehrere Medien unter Berufung auf einen Artikel der baskischen Tageszeitung "El Correo". Falls eine Verpflichtung zustande kommt, soll der 2,12 Meter große Center den Basken besonders in Korbnähe und in der Defensive helfen.
Daneben wäre eine Verpflichtung von Koloko aber auch aus einem anderen Grund wertvoll. Der Kameruner würde aufgrund der Regularien der spanischen ACB das Ausländerkontingent nicht weiter belasten und stattdessen als Local Player zählen. Hintergrund ist ein Vertrag zwischen der Europäischen Union und mehreren afrikanischen sowie karibischen Staaten, das Cotonou-Abkommen. Spieler aus Nicht-EU-Ländern, die Teil des Abkommens sind, sind in der ACB Spielern aus der EU gleichgestellt.
Der mittlerweile 26-Jährige wurde 2022 mit dem 33. Pick von den Toronto Raptors gedraftet und verbrachte dort bzw. beim G-League-Team der Raptors seine ersten beiden Jahre in der NBA. Danach pendelte er unter anderem in Diensten der Los Angeles Lakers und Atlanta Hawks immer wieder zwischen NBA und G-League. Außerdem spielte er bereits für die Memphis Grizzlies. Insgesamt absolvierte er bislang 122 Spiele in der NBA. Das Training Camp verbrachte er bei den New Orleans Pelicans, die ihn kürzlich aus dem Vertrag entlassen haben.
Baskonia ist zwar in der heimischen Liga eines von drei Teams, welches zum Saisonauftakt alle drei Spiele gewinnen konnte. In der EuroLeague sieht es hingegen gänzlich anders aus: Hier steht das Team von Headcoach Paolo Galbiati mit lediglich einem Sieg aus den ersten fünf Spielen auf dem letzten Platz.
jsc