vor 9 Stunden
Dritte Niederlage in Serie
Die Orlando Magic haben nach dem 104:117 bei den Phoenix Suns deutliche Worte für ihren fehlerhaften Auftritt gefunden. Wendell Carter Jr. und Head Coach Sean Sweeney bemängelten die Entscheidungsfindung und fehlende Abstimmung. Für Franz Wagner gab es trotz der Niederlage Lob.

Orlando leistete sich gegen Phoenix 25 Ballverluste, aus denen die Suns 36 Punkte erzielten. Bereits zum dritten Mal in den ersten acht Saisonspielen unterliefen den Magic mindestens 20 Turnover. In der gesamten vergangenen Hauptrunde war das lediglich fünfmal vorgekommen.
"Ich denke, es liegt an unserer Entscheidungsfindung", erklärte Carter. In bestimmten Situationen müsse Orlando bessere Entscheidungen treffen. Die Verantwortung liege dabei nicht nur beim Passgeber: "Auch der Spieler, der den Ball erhält, muss sich in einer besseren Position befinden. Es ist also eine Sache der Abstimmung, bei der wir uns von oben bis unten verbessern müssen."
Sweeney sah das ähnlich. Die 25 Ballverluste seien auf unterschiedliche Weise entstanden: "Bei einigen Entscheidungen sind wir etwas fahrlässig mit dem Ball umgegangen." Die fehlende Kontrolle brachte Orlando nach einer erneut schwachen Defensivleistung früh auf die Verliererstraße.

Einen positiven Ansatzpunkt lieferte Wagner. Der Berliner verteilte einen persönlichen NBA-Bestwert von 15 Assists und erzielte ebenso viele Punkte, leistete sich allerdings auch sechs Turnover. "Er hat einen guten Job dabei gemacht, mit dem Druck umzugehen, es seinen Mitspielern leichter zu machen und die freien Spieler zu finden", lobte Sweeney. Auf Wagners Qualitäten als Spielmacher könne laut dem Headcoach Orlando aufbauen.
Auch Phoenix-Coach Jordan Ott hob den 25-Jährigen hervor. Wagner sei ein "starker Flügelspieler, der mit Zug zum Korb und als Spielmacher überzeugt". Orlandos Offensivspiel "beginnt und endet mit Wagner", erklärte Ott: "Er ist ihr entscheidender Mann."
Devin Booker lobte derweil Miles Bridges dafür, die Herausforderung angenommen zu haben, Wagner über weite Strecken zu verteidigen. Der Deutsche kam zwar nur auf 15 Punkte, kreierte mit seinen Drives und Pässen aber zahlreiche Abschlüsse für seine Mitspieler.
sgm