28.07.2025
Europa-Rückkehr als Option
Nikola Vucevic ist den Chicago Bulls zu teuer. Trotz solider Statistiken findet sich kein Abnehmer für den 34-jährigen Center. Ein Trade scheint unwahrscheinlich, stattdessen deutet sich ein Buyout an.

Dass sich Nikola Vucevic aktuell kaum als Trade-Kandidat eignet liegt vor allem an zwei Faktoren: Seinem Alter und seinem Vertrag. Der Montenegriner ist noch bis Sommer 2026 an die Bulls gebunden, mit einem garantierten Jahresgehalt von knapp 21,5 Millionen US-Dollar. Für viele Teams ein zu hohes Risiko angesichts seines Karriereverlaufs und der Tatsache, dass er nicht mehr zur absoluten Elite auf der Center-Position zählt.
In der abgelaufenen Saison legte er solide Zahlen auf (18,5 Punkte, 10,1 Rebounds, 3,5 Assists bei 73 Einsätzen), doch sein Impact auf das Spiel der Bulls war begrenzt. Chicago verpasste die Playoffs erneut.
Die Bulls gelten laut Insidern als "sehr motiviert", Vucevic abzugeben, doch konkrete Angebote bleiben aus. Stattdessen wird nun vermehrt ein Midseason-Buyout als realistische Option gehandelt. Der Center könnte demnach im Laufe der kommenden Saison freigestellt werden und sich anschließend einem Team seiner Wahl anschließen. Damit würde Chicago zwar keinen Gegenwert erhalten, aber immerhin Gehaltsplatz schaffen und den Weg für einen Rebuild frei machen.
Schon seit Jahren lässt Vucevic durchblicken, dass er seine Karriere gern in Europa beenden möchte. Der glühende Anhänger von Roter Stern Belgrad könnte sich angeblich vorstellen, in der serbischen Hauptstadt seine letzten Profi-Jahre zu verbringen.
Bei der EuroBasket 2025 will er mit Montenegro ein letztes Mal angreifen. In Gruppe B trifft das Team unter anderem auf Deutschland.
kon