15.05.2025
Berlin wechselt in die BCL
Nach 24 Jahren in der EuroLeague kehrt Alba Berlin dem größten europäischen Vereinswettbewerb zukünftig den Rücken. Stattdessen wird der Hauptstadtklub in der nächsten Saison in der Basketball Champions League an den Start gehen. Co-Eigentümer und Präsident Axel Schweitzer erklärte den Schritt nun mit systematischen Hindernissen.

In einem ausführlichen Statement via LinkedIn äußerte sich Schweitzer zum Austritt Alba Berlins aus der EuroLeague. Primär führte der 55-Jährige finanzielle Gründe für die Entscheidung an: "Man stelle sich vor, man führt ein Geschäft, welches jedes Jahr mehr als 200 Millionen Euro verliert - und es dann einen Erfolg nennt."
"Das ist derzeit die Realität für die EuroLeague-Vereine. Zusammen verbrennen die 18 teilnehmenden Teams jährlich atemberaubende Summen, ohne, dass ein finanziell nachhaltiges Modell in Sicht ist. Allein Spiele zu gewinnen ändert nicht das strukturelle Problem dahinter: Das System refinanziert sich nicht."
Gleichzeitig stellte Schweitzer klar, dass er damit keinerlei Kritik üben, sondern lediglich eine Feststellung treffen wolle. Für seinen Verein habe er stattdessen diese Vorstellung: "Alba Berlin sollte eine langlebige Institution für die nächsten einhundert Jahre und darüber hinaus sein."
In der Basketball Champions League - mit deutlich niedrigeren TV-Einnahmen - wolle der Verein ein finanziell nachhaltiges Projekt starten. Die Aussagen befeuern die Spekulationen, dass Alba zur nächsten Saison einen größeren Umbruch planen könnte, mit dem auch die Kaderkosten deutlich gesenkt werden könnten.
jos