vor 7 Stunden
Update auch bei Fiebich
Genau drei Wochen vor Beginn der Heim-WM gibt der Gesundheitszustand von Deutschlands Basketball-Star Satou Sabally weiter Rätsel auf. Nun wird sie auf unbestimmte Zeit nicht bei ihrem WNBA-Klub New York Liberty weilen. Die Zweifel am Zusammenhang mit der Gehirnerschütterung wachsen.

"Sie wird für eine Weile nicht beim Team sein. Es ist ihre zweite bedeutende Kopfverletzung innerhalb von zwölf Monaten", sagte Cheftrainer Chris DeMarco vor dem Spiel gegen die Los Angeles Sparks.
Dabei deutete der Übungsleiter auch an, dass Sabally mit mehr als den Folgen der Gehirnerschütterung zu kämpfen hat: "Es ist schwer, wenn es einem weggenommen wird. Es ist sehr einsam, wenn man ins Gym kommt. Man arbeitet an seinen Leistungen, geht in den Kraftraum und wirft ein paar Körbe."
Vor dem Liberty-Spiel in der vergangenen Nacht veränderte das Team Saballys Status im Verletzungsbericht zudem von "concussion protocol" (zu Deutsch: Protokoll bei Gehirnerschütterung" zu "Kopf".
Sabally hat seit dem 24. Juni nicht mehr gespielt, nachdem sie sich die Verletzung in einem Ligaspiel zugezogen hatte. Bereits Anfang Oktober 2025 hatte sie, damals noch in Diensten von Phoenix Mercury, während der WNBA-Finalserie eine Gehirnerschütterung erlitten. "Im Moment nimmt sie sich einfach etwas Zeit und stellt sicher, dass sie gesund ist", so DeMarco weiter.
Was dies für die deutsche Nationalmannschaft vor der Weltmeisterschaft in Saballys Heimatstadt Berlin (4. bis 13. September) bedeutet, ist weiterhin unklar. Am 4. September steht das WM-Auftaktspiel gegen Spanien an, ab dem 1. September werden die WNBA-Spielerinnen erwartet, nachdem die nordamerikanische Top-Liga eine Pause einlegt.
Auch Leonie Fiebich, wie Sabally eine der Schlüsselspielerinnen Deutschlands, fehlt New York weiterhin wegen einer Blessur am Fuß. DeMarco schloss eine Rückkehr der 26-Jährigen, die zuletzt am 4. Juli spielte, vor der WM zumindest nicht aus. "Es gibt keinen Zeitplan. Sie macht Fortschritte. Unsere Hoffnung wäre, sie vorher zurückzubekommen", sagte er.
SID, jos