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Alle Infos zum WNBA- und DBB-Star
Satou Sabally ist eines der Gesichter des deutschen Frauen-Basketballs. WNBA-Allstar, EuroLeague-Finalistin mit Fenerbahce und Leaderin der Nationalmannschaft. Wir zeigen alle wichtigen Fakten kompakt.

Satou Sabally wurde am 25. April 1998 in New York City geboren. Aufgewachsen ist sie in Berlin, nachdem ihre Eltern - eine deutsche Mutter und ein Vater aus Gambia - mit ihr in die Hauptstadt zogen. Sabally wuchs in einer Familie mit sieben Kindern auf, von denen mehrere selbst Basketball spielen.
Schwester Nyara Sabally ist ebenfalls WNBA-Spielerin bei den Toronto Tempo. Mit einer Körpergröße von 1,94 Metern ist Sabally auf den großen Positionen zu Hause, kann aber auch auf dem Flügel spielen.
Sabally begann ihre Basketballkarriere beim DBC Berlin und wechselte später zum TuS Lichterfelde, wo sie schon als Teenager in der 2. Bundesliga spielte. Mit nur 16 Jahren war sie Stammspielerin und überzeugte mit über 17 Punkten pro Spiel. 2015 schloss sie sich den Eisvögeln USC Freiburg in der 1. Bundesliga an und verdoppelte dort ihre Punktausbeute innerhalb einer Saison. Ihre Leistungen machten sie schnell zu einer der größten Nachwuchshoffnungen im deutschen Basketball.

2017 ging Satou Sabally in die USA, um an der University of Oregon für die Oregon Ducks zu spielen. Dort gewann sie drei Jahre in Folge die Meisterschaft der Pac-12 Conference und wurde 2020 mit dem Cheryl-Miller-Award als beste College-Forward des Landes ausgezeichnet.
Noch im selben Jahr meldete sie sich zum WNBA-Draft an und wurde von den Dallas Wings an Position zwei ausgewählt. Dies war bis heute der höchste Draft-Pick einer deutschen Spielerin oder eines deutschen Spielers in der NBA- oder WNBA-Geschichte.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Geburtsdatum | 25.04.1998 |
| Geburtsort | New York City, USA |
| Größe | 194 cm |
| Position | Small Forward / Forward |
| College | University of Oregon (2017 - 2020) |
| WNBA-Draft | 2020 (2. Pick, Dallas Wings) |
| Aktuelles WNBA-Team | New York Liberty |
Die deutsche Nationalspielerin etablierte sich nach ihrem Draft schnell als Star in der WNBA. Im Rookie-of-the-Year-Rennen 2020 belegte sie den dritten Platz. Bereits in ihrer zweiten Saison schaffte sie es ins All-Star-Game.
Ihre bis dato beste Saison absolvierte Sabally wohl im Jahr 2023, als sie mit 18,6 Punkten sowie 8,1 Rebounds pro Spiel zwei noch gültige persönliche Bestleistungen erzielte. Die Konsequenz: Gewinn des "Most Improved Player"-Awards sowie Platz fünf im MVP-Rennen.
Parallel zur US-Liga spielte sie in Europa für Fenerbahce Istanbul, gewann 2021 und 2022 die türkische Meisterschaft und erreichte das Finale der EuroLeague. Ende 2023 zog es sie kurzzeitig nach China zu den Shandong Six Stars, was allerdings ihr bislang letztes internationales Engagement außerhalb der WNBA war. Satou Sabally ist außerdem Teil der 3x3-Basketballliga Unrivaled in den USA. Dort spielte sie für Phantom BC.
Auf Teamebene gelang Sabally erst im vergangenen Jahr ihr persönlich bester Erfolg. Mit den Phoenix Mercury, denen sie sich erst zum Start der Saison 2025 angeschlossen hatte, schaffte sie es bis in die Finals, wo man sich allerdings den Las Vegas Aces geschlagen geben musste. Die Berlinerin zog sich dabei eine Gehirnerschütterung zu und verpasste unglücklicherweise die entscheidenden Spiele der Serie.
Zur Saison 2026 wechselte Sabally in ihre Geburtsstadt New York zu den Liberty.
| Jahr | GP | PTS | FG | REB | AST |
|---|---|---|---|---|---|
| 2020 | 16 | 13,9 | 36,8% | 7,8 | 2,5 |
| 2021 | 17 | 11,9 | 41,8% | 5,9 | 2,8 |
| 2022 | 11 | 11,3 | 39,8% | 4,8 | 2,1 |
| 2023 | 38 | 18,6 | 43,5% | 8,1 | 4,4 |
| 2024 | 15 | 17,9 | 42,6% | 6,4 | 5,0 |
| 2025 | 39 | 16,3 | 40,4% | 5,9 | 2,5 |

Für den DBB war Sabally schon in Jugendteams eine Leistungsträgerin. 2014 führte sie die U16 mit 34 Punkten im Finale gegen England zum Gewinn der B-Europameisterschaft. Seit 2018 ist sie Teil des A-Kaders. Bei der Olympia-Qualifikation 2024 spielte sie trotz ausgekugelter Schulter gegen Brasilien und erzielte 20 Punkte, was dem DBB-Team das Ticket nach Paris sicherte. Bei den Olympischen Spielen wurde sie zu den zehn besten Spielerinnen des Turniers gezählt. Auf die EM 2025 verzichtete Sabally, um sich auf Phoenix zu konzentrieren, kündigte aber an, bei der Heim-WM 2026 und Olympia 2028 wieder auflaufen zu wollen.
- Pac-12-Champion mit Oregon (2018, 2019, 2020)
- Cheryl Miller Award (2020)
- All-Rookie-Team (2020)
- Türkische Meisterin (2021, 2022)
- WNBA-All-Star (2021, 2023, 2025)
- WNBA Most Improved Player (2023)
- All-WNBA-Team (2023)
Die WNBA zahlt im Vergleich zur NBA noch deutlich geringere Gehälter. Mit der Einführung des neuen Tarifvertrags im Jahr 2026 erreichten die Löhne dennoch erstmals siebenstellige Werte.
Das gilt auch für Sabally, die in New York einen Zweijahresvertrag über insgesamt 1.670.750 Dollar unterschrieben hat. Damit zählt sie zu den Topverdienern der Liga.

Abseits des Courts nutzt Sabally ihre Reichweite für gesellschaftliche Themen. Sie spricht offen über Rassismus und Gleichberechtigung, engagiert sich politisch und sieht sich als mehr als nur eine Sportlerin. Ihr bekanntes Motto lautet: "More Than An Athlete".
red