basketball-world header logo
    • Basketball Heute
    • Schlagzeilen
    • Videos
    • Wettbewerbe
  • USA
    • NBA
    • WNBA
    • NCAA
  • Deutschland
    • BBL
    • DBBL
    • Pro A
    • BBL Pokal
  • Europa
    • EuroLeague
    • Eurocup
    • Champions League
    • FIBA Europe Cup
  • FIBA World Cup
    • Basketball-WM
    • WM der Frauen in Berlin
  • Sonstiges
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Nutzungsbedingungen
Partner des kicker.de

    NBA Play-offs

    vor 20 Stunden

    Team schreibt seine eigene Geschichte

    LeBrons Schatten wird kleiner: Cavs "atmen auf" nach historischem Sieg

    Die Cleveland Cavaliers stehen erstmals seit über 20 Jahren wieder ohne LeBron James in den Conference Finals und haben es nach vielen Enttäuschungen endlich geschafft, im richtigen Moment zu liefern. Besonders für Donovan Mitchell ist der Erfolg ein wichtiger Meilenstein.

    Donovan Mitchell
    Donovan Mitchell hat in Spiel 7 überragt. Ken Blaze-Imagn Images

    Es ist schon verrückt, wenn man sich mal verdeutlicht, wie stark LeBron James die vergangenen Jahrzehnte der Cleveland Cavaliers geprägt hat. Vor ihm war das Team nur selten ernstzunehmen, erreichte in seiner gesamten Geschichte nur zweimal die Conference Finals und scheiterte dort immer krachend, zuletzt 1992.

    Mit dem Draft des Kings im Jahr 2003 änderten sich die Vorzeichen aber umgehend. In seinem dritten Jahr führte er das Team erstmal in die Playoffs, im Jahr darauf sogar bis in die Finals, wo es einen Sweep gegen die Spurs hagelte. 2009 standen sie dann erneut in den Conference Finals, ehe LeBron in Richtung Miami flüchtete und das Team wieder in der Versenkung verschwand.

    Ohne James erreichte Cleveland kein einziges Mal die Postseason, mit seiner Rückkehr 2014 waren sie dann aber besser als jemals zuvor. Viermal in Serie erreichten sie die Finals gegen die übermächtigen Golden State Warriors, aus denen sie 2016 bekanntermaßen als Sieger hervorgingen. Zwei verlorene Finals später war LBJ aber erneut weg und die Cavs rutschten wieder in den Tabellenkeller ab.

    Es schien schlichtweg, als wären die Cavs nicht imstande, ohne James irgendetwas zu reißen. So machten auch immer wieder Gerüchte über eine erneute Rückkehr die Runde, in der Zwischenzeit formte sich in Cleveland aber ein neuer Kern mit großem Potenzial.

    Cleveland Cavaliers haben viel zu beweisen

    Über den Draft kamen Evan Mobley und Darius Garland, per Trade Jarrett Allen und Donovan Mitchell. Mit dieser ungewöhnlichen "Big Four" aus zwei kleinen Guards und zwei dominanten Bigs verfolgten die Cavs einen ganz eigenen Ansatz, der sie in der Regular Season stets sehr erfolgreich machte.

    Mit der Ausnahme von 2023/24 (48 Siege) gewannen sie in den vergangenen vier Jahren stets mehr als 50 Partien und sicherten sich am Ende der Saison den Heimvorteil. Wenn es dann in die entscheidende Phase der Saison ging, nahmen allerdings die Enttäuschungen zu. 2023 scheiterten sie krachend in der ersten Runde gegen den 5-Seed New York Knicks (1-4), ehe im Jahr darauf gegen die späteren Champion aus Boston ebenfalls in fünf Spielen Schluss war.

    2025 sollte dann aber endlich alles anders sein: Die Cavs spielten die beste Regular Season der Franchise-Geschichte (64-18) und stellten eine der besten Offensiven der NBA-Geschichte. Das funktionierte in Runde eins gegen die Heat dann auch hervorragend (4-0), in den Semifinals fanden sie dann aber keine Antwort auf die unangenehmen Indiana Pacers und gingen erneut nach fünf Spielen nach Hause.

    Entsprechend viel hat Cleveland sich und den Fans in diesem Jahr zu beweisen und tut das in den wichtigen Momenten in dieser Postseason mit Bravour. Nach vielen Aufs und Abs waren sie in den entscheidenden siebten Spielen zweimal auf den Punkt da und fegten die Raptors und Pistons aus der Halle. "Das war der nächste Schritt für uns. Am ersten Tag des Trainingslagers habe ich die Playoff-Bilanz der letzten drei Jahre angeschrieben: 11-15", erklärte Head Coach Kenny Atkinson nach dem Sieg in Detroit.

    "Ich sage das ganze Jahr über, dass wir noch viel zu beweisen haben. Wir haben immer noch mehr zu beweisen. Das ist der nächste Teil davon, aber wir haben uns selbst bewiesen, dass wir diesen weiteren Schritt machen können", führte der Coach aus.

    Donovan Mitchell
    Donovan Mitchell war in Spiel 7 nicht zu stoppen. Rick Osentoski-Imagn Images

    Donovan Mitchell überragt in Spiel 7

    Nicht nur das Team, das mit dem Trade für James Harden zur Trade Deadline All-in gegangen ist, sondern auch Superstar Mitchell haben dabei etwas zu beweisen. Der 29-Jährige ist einer der besten Guards der Liga, siebenfacher All-Star, zweimaliger All-NBA-Spieler, stand in seiner Karriere aber noch nie in den Conference Finals. Bis jetzt.

    "Es ist fast ein Jahrzehnt lang immer wieder dasselbe Problem aufgetaucht. Also können wir - ich persönlich und wir als Team - definitiv ein bisschen aufatmen", resümierte ein sichtlich erleichterter Mitchell nach Spiel 7. Während er in den bisherigen drei Spielen in Detroit von der harten Defensive der Pistons vor viele Probleme gestellt wurde (25,0 Punkte vs. 32,0 in eigener Halle, 44,6 FG%) und teilweise abtauchte, war er in Spiel 7 voll zur Stelle.

    Von Beginn an strahlte er eine unheimliche Ruhe aus, traf messerscharfe Entscheidungen und machte gefühlt in jeder Situation das richtige Play. Er war ab Minute eins darauf bedacht, seine Mitspieler gut in Szene zu setzen, und sammelte in der ersten Hälfte mehr Assists (6) als in allen vorherigen Spielen der Serie (Bestwert waren 4 in Spiel 3). Dadurch gingen die Cavs früh zweistellig in Führung und bauten diesen Stück für Stück aus.

    "Mitchell, der den Ball verteilt. Ich glaube, das war ein großer Teil davon", sagte auch Atkinson über die Gründe für den klaren Sieg der Cavs. "Wir wussten, dass dieser Start entscheidend war. Dass die Pistons merkten: Wir sind da und wir werden ihnen Probleme bereiten", erklärte er weiter.

    Dennis Schröder gegen Jalen Brunson
    Die Cleveleand Cavaliers treffen auf die New York Knicks. Getty Images

    Cleveland Cavaliers wollen in die Finals

    Der Erfolg in Spiel 7 ist dabei aber natürlich nur eine Zwischenstation auf dem Weg in die Finals. "Selbst letztes Jahr, als wir gegen Indiana verloren haben, hatten wir als Ziel, in die Finals zu kommen. Wir sind jetzt einfach einen Schritt näher dran", erklärte Mitchell.

    Viel Zeit zum Feiern haben die Cavs tatsächlich nicht, da in weniger als 48 Stunden schon Spiel 1 der Conference Finals gegen die New York Knicks steigt. "Wir können nur etwa 12 Stunden durchatmen. Und dann direkt wieder ran", meinte auch Mitchell.

    Dabei erwarteten die Cavs eine komplett andere Serie im Vergleich zu ihren zwei bisherigen: Die Raptors und Pistons hatten beide ihre offensiven Limitationen und taten sich mit guter Halbfeld-Defensive schwer, während sie die Cavs ihrerseits mit guter Defensive das Leben schwermachten. Die Knicks hingegen kommen fast ohne Schwachstellen daher, sind seit sieben Spielen ungeschlagen, spielen eine wahnsinnig gute Offensive (Nr. 2 in den Playoffs), verteidigen hart (ebenfalls Nr. 2) und führen das Playoff-Feld mit einem unglaublichen Net-Rating von +20 an.

    Aber auch hier gilt für die Cavs die alte Floskel: Wer den Titel holen will, muss jeden Gegner schlagen.

    Harden offenbar vor langfristiger Verlängerung in Cleveland

    Wemby vs. Chet: Bekommt die NBA endlich ihre neue große Rivalität?

    Der Spielplan der NBA Playoffs 2026 im Überblick

    Gianluca Fraccalvieri

    New York Knicks
    NEWNew YorkNew York Knicks
    20.05.
    02:00
    Cleveland Cavaliers
    CLEClevelandCleveland Cavaliers