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    NBA Play-offs

    vor 5 Stunden

    Ex-MVP mit Nachricht an Celtics-Fans

    "Fühlt sich so gut an": Embiid und Philly bekommen endlich ihre Rache

    Die Philadelphia 76ers haben auswärts in Spiel 7 gegen die Boston Celtics einen historischen Sieg gefeiert, der Joel Embiid endlich ein bisschen Frieden schenken dürfte.

    Joel Embiid
    Joel Embiid hat sich feiern lassen. Winslow Townson-Imagn Images

    Es scheint immer wieder wie vorbestimmt zu sein, dass zwei Teams Jahr für Jahr in den Playoffs aufeinandertreffen. Aus Sicht der Celtics konnte man dabei in den vergangenen 40+ Jahren regelmäßig von einem Freilos sprechen, wenn erneut ein Duell mit den Sixers anstand.

    Seit dem Sieg in den Conference Finals 1982 (4-3) ging Philly stets als Verlierer vom Feld (1985, 2002, 2012), so richtig heiß wurde die Rivalität aber erst mit dem Beginn des "Process" in der Stadt der brüderlichen Lieben. Nachdem Sam Presti die Fans viele Jahre vor eine echte Zerreißprobe gestellt hatte, war das zusammengetankte Sixers-Team 2018 bereit für die Feuertaufe.

    Als 3-Seed mit dem aufstrebenden, 26-jährigen Joel Embiid überrollten sie in der ersten Runde die Miami Heat - nur um in den Semifinals von den Celtics um die noch jüngeren Jayson Tatum und Jaylen Brown dominiert zu werden (1-4).

    2020 dann die nächste Abreibung: Obwohl sie Embiid-Stopper Al Horford im Sommer vom Erzfeind geholt hatten, lief es schon in der Regular Season nicht besonders gut für die Sixers, weshalb sie nur als 6-Seed in die Postseason gingen, wo nach vier Spielen gegen die Celtics Schluss war.

    2023 sollte dann alles anders werden. Mit James Harden hatte MVP Embiid endlich einen echten Superstar an seiner Seite, der gemeinsam mit Tyrese Maxey den besten Sixers-Backcourt seit Jahren bildete. Über sechs Spiele lieferten die beiden Teams sich einen Wahnsinnskampf, ehe Tatum dann in Spiel 7 das vielleicht beste Playoff-Spiel seiner Karriere erwischte und Philly mit 51 Punkten und 13 Rebounds komplett dominierte.

    Boston Celtics waren mit einem Fuß in den Semifinals

    Da sich Geschichte gerne wiederholt, sah es auch 2026 so aus, als würde Boston die einseitige Rivalität wieder für sich entscheiden. Die "We want Boston"-Rufe der Philly-Fans waren spätestens nach den zwei Heimniederlagen und der 3-1-Führung für den 2024er Champion verstummt. Schließlich hatte Boston noch nie eine Serie verloren, wenn sie 3-1 führten (32-0), während Philly noch nie eine gewonnen hatte (0-18).

    Mit einem augenscheinlich fitten Tatum und Brown auf All-NBA-Niveau, während Philly auf Embiid nach seiner Blinddarm-OP verzichten musste, schienen die Sixers keine Antworten auf Boston zu finden. Mit der überraschend frühen Rückkehr von Embiid änderte sich auf einen Schlag aber alles.

    Nach seinem durchwachsenen Auftritt in Spiel 4 war er in Spiel 5 auf einmal wieder der dominante Big, den wir in den letzten Wochen der Regular Season erlebt hatten. Er spielte Katz und Maus mit den unerfahrenen Bigs der Celtics und war von niemandem zu stoppen. "Was sich in der Serie verändert hat, war die Rückkehr von Joel Embiid. Danach waren sie ein komplett anderes Team", analysierte auch Joe Mazzulla nach der verlorenen Serie.

    Endlich war kein Horford mehr da, der den Kameruner ausbremsen und ihm erneut seinen Traum von einem Titel nehmen konnte. Ab Spiel 5 lief die gesamte Sixers-Offensive über Embiid, der entweder selbst in der Zone scorte, aus dem Post den freien Mann an der Dreierlinie fand oder Räume für die explosiven Aktionen von Maxey und Co. öffnete. Es war ihm merklich anzumerken, dass die Serie gegen Boston etwas Persönliches für ihn ist, ein Stachel, der schon lang sehr tief sitzt.

    Joel Embiid
    Joel Embiid hat gegen die Celtics dominiert. Bill Streicher-Imagn Images

    Joel Embiid nach dem Sieg: "Fühlt sich so gut an"

    "Es fühlt sich gut an zu gewinnen", sagte Embiid beim Interview direkt nach dem Sieg. "Wir haben natürlich ein größeres Ziel vor Augen. Aber diese Jungs endlich zu schlagen, fühlt sich so gut an", führte er aus und strahlte dabei, wie man es von ihm noch nie gesehen hat.

    Dabei wird es sich für ihn noch genugtuender anfühlen, dass ihn nach seiner schweren Verletzung und seinem rostigen Comeback während der Saison viele schon abgeschrieben hatten. Das gepaart mit einem Spiel 7 in Boston, den üblichen "Embiid sucks"-Rufen und einer dominanten Performance (33 Punkte, 12 Rebounds), die tatsächlich für den Sieg gereicht hat, wird ihm viel Last von den Schultern genommen haben.

    So konnte er sich auch eine kleine Spitze in Richtung der Celitcs-Fans auf Social Media nicht verkneifen. "Boston, bitte bleibt fair, meine Freunde! Ich habe immer noch viel Liebe und Respekt für euch", schrieb er nach der Partie.

    Viel Zeit zum Feiern haben die Sixers allerdings nicht, wenn es nach Head Coach Nick Nurse geht, genau gesagt sogar nur zwei Stunden. Bereits in der Nacht auf Dienstag (2 Uhr deutsche Zeit) startet nämlich schon die Serie gegen die heißen New York Knicks. Dort will Embiid mit Philly den nächsten Schritt in Richtung Finals schaffen und zeigen, dass er auch in den Playoffs einer der ganz Großen sein kann.

    "Ständig am Floppen": Brown schießt gegen Embiid nach Celtics-Aus

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    Gianluca Fraccalvieri