28.03.2026
NBA kompakt aus der Nacht
Nikola Jokic präsentierte sich gegen die Utah Jazz weiterhin in Gala-Form und auch Isaiah Hartenstein hat beim Sieg der Oklahoma City Thunder über die Chicago Bulls geglänzt. Für die Los Angeles Clippers brauchte es derweil einen Gamewinner von Kawhi Leonard in einer irren Schlussphase, um den Sieg gegen die Indiana Pacers perfekt zu machen.

Der Joker hat gegen die Jazz sein viertes Triple-Double in Serie aufgelegt (33 Punkte, 16 Rebounds & 12 Assists), was auch bitter nötig war, um eine kostspielige Niederlage im Kampf um die Playoffs zu vermeiden. Zu Beginn des Schlussviertels waren die Nuggets noch mit 107:120 hinten, bogen die Partie in der Crunchtime aber noch rum.
Matchwinner war am Ende Cam Johnson (12 Punkte), der die Seinen mit zwei wichtigen Dreiern in den Schlussminuten zum Sieg führte. 17 Sekunden vor Schluss war es dann Jamal Murray (31), der nach einem Jazz-Turnover von Downtown alles klar machte. Utah machte dabei trotz der Abwesenheit von Keyonte George und Lauri Markkanen ein tolles Spiel, vor allem Kyle Filipowski (25 Punkte, 8 Rebounds) und Cody Williams (24 Punkte, 7 Assists) stachen besonders heraus.
Durch den Sieg sichern die Nuggets Rang vier vor den Minnesota Timberwolves (ein Spiel), während sie den Rückstand zu den Lakers weiterhin konstant bei 1,5 Spielen halten.
Auch die Thunder müssen sich nach der Niederlage gegen die Celtics weiterhin um Siege bemühen, da die Spurs auf Rang zwei einfach nicht abreißen lassen wollen. In Halbzeit eins gegen die Bulls taten die Thunder sich jedoch merklich schwer und gingen sogar mit einem Fünf-Punkte-Rückstand in die Pause.
Förderlich war es dabei auch nicht, dass bei ihrem Superstar Shai Gilgeous-Alexander wenig zusammengehen wollte (25 Punkte, 8/24 FG). Nach der Pause besann der Meister sich aber seiner Kräfte und rückte die Machtverhältnisse mit einem 22:0-Lauf gerade. Entscheidend dafür waren die 21 Punkte von Cason Wallace, dazu machte Jalen Williams in seinem ersten Heimspiel seit Mitte Januar eine gute Figur (18 Punkte, 6 Rebounds, 8 Assists).
Auch der Deutsche Isaiah Hartenstein war ein wichtiger Faktor für den Sieg. Er erzielte zwar nur sechs Punkte, war an den Brettern aber bockstark (16 Rebounds, davon fünf offensive) und verteilte auch drei Assists.
Für die Bulls, bei denen Collin Sexton (22) und Tre Jones (21) die besten Werfer waren, bedeutet die Niederlage das sichere Playoff-Aus. Mit ihrer Bilanz von 29-44 haben sie keine Möglichkeit mehr, das Play-In-Turnier zu erreichen.

Die Cleveland Cavaliers haben Platz drei noch nicht aufgegeben (aktuell 2 Spiele hinter den Knicks) und gegen die Miami Heat ihre Ambitionen für die restliche Saison untermauert. Vor heimischen Fans feierten sie einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg, bei dem sie in der ersten Hälfte schon mit +35 in Front lagen.
Bester Werfer war Max Strus mit 29 Zählern (8 Dreier), gefolgt von Evan Mobley (23, 10 Rebounds). Positiv zu vermelden ist auch das Comeback von Jarrett Allen, der nach zehn Spielen Pause 18 Punkte und zehn Rebounds auflegte. Dennis Schröder steuerte in knapp 20 Minuten von der Bank acht Punkte und fünf Assists bei, während Donovan Mitchell und James Harden (gemeinsam 23 Punkte bei 5/21 FG) keinen guten Abend erwischten. Jaime Jaquez Jr. (20 Punkte, 9/13 FG) war der einzige Lichtblick auf Seiten der Heat.
Dass die Clippers dagegen gegen die Pacers gewonnen haben, grenzte schon fast an ein Wunder. Indy setzte sich nach acht Dreiern im ersten Viertel früh mit +21 in Front und lag auch eine Minute vor dem Ende noch mit 113:108 vorne, ehe die Stunde von Kawhi Leonard schlug. Er traf einen Jumper und Darius Garland verkürzte an der Linie auf -1. In der anschließenden Possession gingen die Pacers leer aus, sodass der Ball erneut in die Hände von Leonard fiel.
Dieser zog in die Zone, stieg hoch und versenkte mit 0,4 Sekunden auf der Uhr den potenziellen Gamewinner. Die Partie war jedoch lange noch nicht vorbei. Andrew Nembhard warf den Ball beim folgenden Inbound-Pass aus Versehen direkt in den Korb, wodurch die Clippers wieder den Ball bekamen. Benedict Mathurin wurde daraufhin von den Pacers sofort gefoult, warf aber beide Freiwürfe daneben und die Pacers hatten mit 0,1 Sekunden auf der Uhr noch mal den Ball. Nembhard warf erneut in Richtung des Korbs und zum Entsetzen des gesamten Clippers-Teams pfiffen die Refs ein Foulspiel gegen Brook Lopez, das Jay Huff an die Linie schickte. Der Big Man hatte seine Nerven aber nicht zusammen und vergab ebenfalls beide Freebies.
Am Ende war Darius Garland mit 30 Punkten der beste Scorer der Clippers, gefolgt von Kawhis 28 Zählern. Bei Indiana war Aaron Nesmith mit 26 Punkten Topscorer, gefolgt von Obi Toppin mit 20. Durch den Sieg festigen die Clippers Platz acht und haben bereits 1,5 Spiele Vorsprung auf die Blazers.

Die Rockets brauchten einen von Topscorer Kevin Durant (25) angeführten 14:3-Lauf Mitte des Schlussviertels, um nicht die nächste Niederlage in der Crunchtime zu kassieren. Die Grizzlies um Youngster Olivier-Maxence Prosper, der mit 31 Punkten und sieben Rebounds das beste Spiel seiner Karriere zeigte, wehrten sich nach Kräften, konnten den Rückstand aber nicht mehr aufholen. Durch den Sieg haben die Rockets jetzt schon vier Spiele Vorsprung auf die Suns auf Rang sieben.
Deutlich knapper war es bei den Warriors gegen das Kellerkind aus Washington. Mitte des Schlussviertels lag GSW mit 106:111 zurück, ehe die Wizards-Defensive zunehmend schlechter wurde und einfache Punkte der Gastgeber zuließ. Zwei Freiwürfe von Gui Santos stellten wenige Sekunden vor dem Ende auf +5, ehe Brandin Podziemski den folgenden Inbound-Pass klaute und den Sieg perfekt machte. Bester Scorer der Warriors, die immer noch auf Rang zehn liegen, war Kristaps Porzingis mit 28 Zählern, gefolgt von Podziemski und Rookie Will Riley (je 22). Bei den Wizards war Bilal Coulibaly (21) Topscorer.
Gianluca Fraccalvieri