17.03.2026
NBA kompakt aus der Nacht
Die Los Angeles Lakers haben einen Statement-Sieg über die Houston Rockets gefeiert, während die San Antonio Spurs und Boston Celtics weiterhin heiß bleiben. Steve Kerr hat derweil einen Meilenstein beim Sieg der Golden State Warriors gefeiert.

Nach dem dramatischen Sieg über die Nuggets haben die Lakers mit den Rockets das nächste Topteam aus dem Westen weggeputzt und sind auf Platz drei gesprungen. Entscheidend dafür war mal wieder ein überragender Schlussspurt der Gäste in einer über weite Strecken engen Partie, die Playoff-Charakter besaß.
Back-to-back-Dreier von Luka Doncic zum Ende des dritten Viertels schenkten den Lakers die knappe Führung (83:80), ehe es im Schlussviertel ein echter Kampf wurde. Offensiv ging bei beiden Teams nicht mehr viel zusammen (17 zu 12 Zähler) und jeder Punkt war Gold wert. Wie schon gegen Denver war es Marcus Smart, der einen wichtigen Dreier in der Crunchtime traf, der L.A. mit +4 in Front brachte. Houston fand daraufhin keine Antwort mehr und Deandre Ayton machte das Spiel mit zwei wichtigen Körben zu, während Kevin Durant komplett abgemeldet war (zwei Punkte in Halbzeit zwei).
Bester Werfer bei den Lakers, die nun sechs Spiele in Serie gewonnen haben, war Luka Doncic mit 36 Zählern (14/27 FG). Der Slowene hat damit in allen sechs Spielen der anhaltenden Siegesserie mindestens 30 Zähler aufgelegt. Neben Doncic zeigte auch LeBron James mit 18 Punkten, fünf Rebounds und fünf Assists ein richtig gutes Spiel. Austin Reaves steuerte weitere 15 Zähler bei. Bei den Rockets war Jabari Smith Jr. (22) der beste Werfer, gefolgt von Amen Thompson (19) und KD (18).
Dass die Warriors nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie gegen die Wizards gewonnen haben, ist zunächst erstmal keine große Überraschung. Viel bedeutender war jedoch der Sieg für ihren Trainer Steve Kerr. Es war nämlich der 600. Karrieresieg für den Coach im 943. Regular-Season-Spiel, was nur drei Coaches in der Geschichte schneller geschafft haben. Konkret handelt es sich dabei um Phil Jackson (805 Spiele), Pat Riley (832) und Gregg Popovich (887).
Dabei war das Spiel an sich kein besonderer Leckerbissen. Die Wizards, die nun zwölf Spiele in Serie gewonnen haben, hielten lange Zeit gut dagegen (51,3 FG%), ohne jedoch großes Interesse am Sieg zu haben. Bei den Warriors hingegen fehlten mit den beiden Curry-Brüdern, Jimmy Butler und Al Horford weiterhin wichtige Spieler, die zuletzt geschonten Draymond Green, Kristaps Porzingis und De'Anthony Melton holten aber die Kohlen aus dem Feuer.
Porzingis führte die Seinen mit 30 Punkten (8/14 FG) an, Melton steuerte weitere 27 Zähler bei. Green war an allen Ecken und Enden zu finden und stand am Ende bei fünf Punkten, acht Rebounds und sieben Assists. Bei den Wizards erzielten mit Bilal Coulibaly, Will Riley und Trae Young gleich drei Spieler 21 Zähler.

Die Spurs und Celtics sind aktuell die zweitbesten Teams ihrer Conferences und haben den Vorsprung auf ihre Verfolger weiter ausgebaut. San Antonio reichte dabei ein dominantes zweites Viertel, in dem sie den Clippers, die auf Kawhi Leonard verzichten mussten, 22 Punkte abnahmen, was die Gastgeber nicht mehr aufholen konnten.
Zwar kamen sie nach einem 16:3-Lauf Ende des dritten Viertels noch mal auf -10 ran, Victor Wembanyama und Co. blieben im Schlussabschnitt aber cool und brachten den Sieg über die Zeit. Auf dem Weg zum 50. Saisonsieg (erstmals seit 2016/17) erzielte Wemby 21 Punkte (9/20 FG), schnappte sich 13 Rebounds und blockte vier Würfe. Stephon Castle war mit 23 Punkten Topscorer, Devin Vassell steuerte weitere 20 Punkte bei. Bei den Clippers war Neuzugang Darius Garland (25) erfolgreichster Werfer, gefolgt von Jordan Miller (22).
Im TD Garden lieferten sich die Celtics und Suns hingegen ein Battle bis in die Schlussminuten, das von den überragenden Jaylen Brown und Devin Booker bestimmt wurde. Brown erzielte 18 seiner 41 Zähler (10/20 FG) im letzten Viertel, auch Booker knackte die 40-Punkte-Marke (40, 15/24 FG). Nachdem die Kelten wenige Minuten vor Schluss noch mit drei Zählern zurückgelegen hatten, sicherte ein 8:0-Lauf ihnen schließlich den Sieg.
Neben Brown war Jayson Tatum mit 21 Punkten, sieben Rebounds und vier Assists der beste Spieler bei Boston, Derrick White kam ebenfalls auf 21 Punkte. Bei den Suns steuerte Jalen Green ebenfalls 21 Punkte bei.
Auch die Atlanta Hawks bleiben weiter auf der Überholspur und ließen den Orlando Magic keine Chance.

Gianluca Fraccalvieri