11.03.2026
NBA kompakt aus der Nacht
Die Los Angeles Lakers sind weiter gut in Form und haben auch die Minnesota Timberwolves geschlagen. Victor Wembanyama hat derweil die Boston Celtics dominiert und die Golden State Warriors rutschen weiter ab.

An einem NBA-Abend, an dem die historische Vorstellung von Bam Adebayo alle Schlagzeilen dominiert, haben die Lakers einen eindrucksvollen und auch moralisch wichtigen Sieg über die T-Wolves gefeiert. Nach einem schlimmen Start in die Partie (17 der ersten 21 Würfe gingen vorbei) drehte L.A. in der zweiten Hälfte richtig auf und entschied das Spiel am Ende klar für sich. Durch den Sieg haben sie nur alle drei Spiele in dieser Saison gegen die Timberwolves gewonnen, die sie im Vorjahr noch klar in der ersten Playoff-Runde ausgeschaltet hatten (1-4).
Ohne den verletzten LeBron James war es erneut das Duo aus Luka Doncic und Austin Reaves, das die Lakers ins gelobte Land führte. Beide standen am Ende bei 31 Zählern, wobei Doncic mit je elf Rebounds und Assists sein siebtes Triple-Double dieser Spielzeit auflegte. Reaves dagegen war in Halbzeit zwei kaum zu halten und erzielte 29 seiner 31 Punkte in diesem Spielabschnitt. Wichtig war auch Big Man Deandre Ayton, der ein starkes Double-Double aus 14 Punkten und zwölf Rebounds auflegte.
Bei Minnesota wollte an diesem Abend dagegen nur wenig zusammengehen. Ihre beiden Superstars Julius Randle und Anthony Edwards kamen jeweils nur auf magere 14 Zähler, vor allem Ant war eiskalt (2/15 FG). Im Spiel gehalten wurde Minny nur durch seine Bank, die 61 Punkte erzielte und von Naz Reid und Ayo Dosunmu (je 13) angeführt wurde.

Die San Antonio Spurs sind weiterhin nicht zu stoppen und haben auch vor den gut aufgelegten Boston Celtics keinen Halt gemacht, die erstmals seit der Rückkehr von Jayson Tatum eine Niederlage hinnehmen mussten. Hauptgrund dafür war einmal mehr Victor Wembanyama, der die Kelten mit 39 Punkten (11/20 FG) und elf Rebounds nach Belieben dominierte. Dazu traf der Franzose auch acht Dreier, womit er seinen Karrierebestwert eingestellt hat.
Trotz der Gala des 22-Jährigen war die Partie über lange Zeit sehr eng. Dabei musste Boston fast das gesamte Spiel über auf All-Star Jaylen Brown verzichten, der nach einer Auseinandersetzung mit den Schiedsrichtern Ende des zweiten Viertels ejected wurde. Stattdessen übernahm Derrick White viel von der offensiven Last und war mit 34 Zählern (11/22 FG) und sieben Assists der beste Spieler bei den Gastgebern.
Am Ende war es aber Tatum (24), der die Seinen mit seinem vierten Dreier des Abends 1:43 Minuten vor Schluss wieder auf -5 ranbrachte. Die Antwort von Stephon Castle (18) von Downtown folgte aber keine 20 Sekunden später und sorgte für die endgültige Entscheidung. Neben Wemby war De'Aaron Fox mit 25 Punkten und neun Assists der beste Spieler der Spurs.
Die Golden State Warriors rutschen immer weiter in die Krise und auch in der Tabelle stetig ab. Nach der bitteren Niederlage gegen die Jazz am Montag mussten sie sich einem weiteren Kellerkind in Form der Bulls geschlagen geben. Ohne die Curry-Brüder, De’Anthony Melton, Moses Moody und Quinten Post lief in der Offensive wenig zusammen, trotzdem standen die Warriors in der Schlussphase hauchdünn vor dem Sieg.
Guard LJ Cryer hatte Golden State mit acht Sekunden auf der Uhr mit +2 in Führung gebracht, Draymond Green schaffte es in der folgenden Possession aber nicht, Chicagos Jalen Smith beim Drive ohne Foul zu stoppen. Dieser blieb cool und verwandelte beide fälligen Freiwürfe zur Overtime, in der Matas Buzelis der entscheidende Mann war.
Der 21-Jährige erzielte dort fünf wichtige Zähler, inklusive eines schweren Step-Back-Dreiers, der für die Vorentscheidung sorgte. Am Ende stand Buzelis bei 41 Punkten (16/28 FG), was einen neuen Karrierebestwert für den Youngster markierte. Daneben glänzten Tre Jones (22) sowie Josh Giddey, der mit 21 Punkten, 13 Rebounds und 17 Assists ein Triple-Double auflegte.
Bei den dezimierten Warriors erzielten in Person von Gui Santos, Cryer, Pat Spencer und Kristaps Porzingis gleich vier Spieler 17 Punkte, Gary Payton II legte dazu ein gutes Double-Double (12 Punkte, 11 Rebounds) auf.
Gianluca Fraccalvieri