25.10.2025
NBA kompakt aus der Nacht
Dennis Schröder darf sich endlich über seinen ersten Sieg im Trikot der Sacramento Kings freuen und auch für Luka Doncic und die Los Angeles Lakers gab es etwas zu feiern. In San Antonio gehen derweil die Wembanyama-Festspiele weiter.

Dennis Schröder darf endlich seinen ersten Sieg im Kings-Trikot feiern: Vor heimischem Publikum setzte sich Sacramento hauchdünn gegen die Jazz durch. Der Deutsche zeigte mit 17 Punkten (8/16 FG), fünf Rebounds und drei Assists ein ordentliches Spiel, wichtig waren vor allem seine sechs Zähler im Schlussviertel.
Dort lieferten sich die beiden Teams einen engen Schlagabtausch, der erst in den finalen Sekunden der Partie entschieden wurde. Nach einem Foul von Russell Westbrook ging Lauri Markkanen mit 28 Sekunden auf der Uhr an die Freiwurflinie und sorgte mit zwei Treffern für die Führung der Jazz. Im Anschluss nahm Malik Monk die Verantwortung auf sich, vergab aber aus der Mitteldistanz. Allerdings war Domantas Sabonis zur Stelle, räumte am Brett auf und legte den Ball mit Foul in den Korb. Keyonte George hatte anschließend noch die Möglichkeit auf den Sieg, Schröders starke Defensive führte aber dazu, dass er den Wurf nicht vernünftig los wurde.
Bester Werfer der Kings war Zach LaVine mit 31 Zählern, gefolgt von Monk (20). Sabonis legte dazu ein Double-Double (12 & 12) auf. Bei Utah war Markkanen mit 33 Punkten der erfolgreichste Scorer. Rookie Ace Bailey traf in 13 Minuten Spielzeit keinen seiner fünf Würfe und stand am Ende bei null Punkten.

Was für ein Auftritt von Luka Doncic! Im Playoff-Rematch aus dem Vorjahr hat der Slowene sein Team mit überragenden 49 Punkten (neues Lakers-Career-High) zu einem überraschend deutlichen Sieg geführt und ganz nebenbei auch Geschichte geschrieben: Er ist erst der vierte Spieler der NBA-Geschichte, der mit zwei 40-Punkte-Spielen in die Saison gestartet ist.
Gegen Minny traf er 14/23 seiner Würfe, 5/12 Dreier und 16/19 an der Freiwurflinie. Dazu schrammte er nur knapp an einem Triple-Double vorbei (11 Rebounds, 8 Assists). Auch mit seinen 23 Punkten im ersten Viertel schrieb er Lakers-Geschichte, dies gelang zuvor nur Kobe Bryant und Kyle Kuzma.
So klar wie das Ergebnis es aussagt, war die Partie allerdings lange nicht. Fast die gesamte erste Hälfte über führten die Wolves, nach der Pause fanden sie allerdings gar nicht mehr in ihren Rhythmus und L.A. setzte sich Stück für Stück ab. Neben Doncic sorgten Austin Reaves (25) und Rui Hachimura (23) für wichtiges Scoring, auch Deandre Ayton (15 & 8) machte ein gutes Spiel.
Bei den Gästen waren nur Anthony Edwards (31) und Julius Randle (26) in Normalform, der Rest enttäuschte durch die Bank hinweg.
Zweites Spiel, zweiter Spurs-Sieg, zweite Wemby-Gala. Auch wenn es gegen die Pelicans für San Antonio deutlich mehr Arbeit war als gegen die Mavs zum Saisonauftakt. San Antonio brauchte erst die Overtime, um die hart kämpfenden Pels um ihren Superstar Zion Williamson (27, 10 & 7) zu besiegen. Zion hatten in den Schlusssekunden sogar die Chance auf den Sieg, verpasste aber einen seiner zwei Freiwürfe.
Dadurch ging es in die Overtime, die die Spurs großteils ohne Victor Wembanyama absolvieren mussten, der früh in der Extraspielzeit ausfoulte. Zuvor hatte der Franzose dem Spiel mit 29 Punkten, elf Rebounds und neun Blocks aber merklich seinen Stempel aufgedrückt. In der Overtime waren es schließlich Devin Vassell und Julian Champagnie, die mit zwei wichtigen Dreiern den Sieg eintüteten.
Ein tolles Spiel machte auch Big Man Luke Kornet, der überragende neun offensive Rebounds einsammelte und ein starkes Double-Double (14 & 12) auflegte. Neben Williamson glänzte bei New Orleans noch Trey Murphy III mit 25 Punkten und zehn Rebounds. Rookie Derik Queen machte von der Bank ebenfalls ein gutes Spiel (15 & 6).

Die KD-Rockets müssen weiterhin auf ihren ersten Sieg in der neuen Saison warten. Wie gegen OKC lieferten sie sich auch mit den Pistons eine Schlacht bis in die Schlusssekunden - erneut mit dem besseren Ende für den Gegner. In Person von Jabari Smith Jr. und Alperen Sengün verpasste Houston die Chance auf den Ausgleich, ehe Cade Cunningham an der Linie alles klar machte.
Kevin Durant lieferte dabei wieder eine herausragende Leistung und war mit 37 Punkten Top-Scorer, Amen Thompson kam im Duell mit seinem Zwillingsbruder Ausar auf 19 Punkte, Ausar auf zehn. Cunningham war bei Detroit mit 21 Punkten, sieben Rebounds und neun Assists der beste Spieler.

Auch für Cooper Flagg und die Dallas Mavericks läuft es noch gar nicht. Zwar kann der Nr.1-Pick mittlerweile seinen ersten NBA-Dunk und -Dreier auf seinem Statistikzettel notieren, der erste Sieg fehlt aber noch. Im vierten Viertel drehte Flagg zwar auf und scorte neun Zähler in Folge, Turnover kosteten die Mavs aber am Ende erneut das Spiel (21 insgesamt).
Bei den Wizards zeigte Kyshawn George mit 34 Punkten, elf Rebounds, vier Assists, zwei Steals und drei Blocks das beste Spiel seiner jungen Karriere. Bei den Mavs war Anthony Davis erneut Topscorer (27 & 13), ließ aber wie gegen die Spurs seine gewohnte Dominanz in Ringnähe vermissen.
Gianluca Fraccalvieri