19.06.2025
DBB-Frauen glückt EM-Auftakt
Auftakt geglückt. Die DBB-Frauen sind mit einem Sieg gegen Schweden in die EM gestartet. Die Stimmung in Hamburg war exzellent, dazu war auch Dirk Nowitzki an seinem 47. Geburtstag zur Freude der Spielerinnen gekommen.

Genau so dürfte sich die deutsche Frauen-Basketball-Nationalmannschaft das vorgestellt haben. Eine ausverkaufte Inselpark Arena in Hamburg-Wilhelmsburg, ein letztlich souveräner Sieg gegen Schweden und ein Hauch von Euphorie. Nach der mäßigen Vorbereitung gab es gewisse Zweifel, doch diese wurden durch die gute Vorstellung gegen gute Schwedinnen zunächst einmal zerstreut.
"Wir haben es am Ende als Team geschafft. Jeder hat zu einem bestimmten Moment einen Spot gemacht und die Leadership übernommen", freute sich Centerin Luisa Geiselsöder. "Das zeigt, wie gut wir als Team sind, wie gut wir zusammenstehen." Auch die gut 3.400 Zuschauer hatten ihren Anteil, laut Geiselsöder war die doch recht kleine Halle eine gute Umgebung und ein echter Heimvorteil.
"Wir haben die Zuschauer auf dem Court gespürt. Es ist cool, weil alles so eng ist." Die 25-Jährige ist inzwischen die riesigen Hallen aus der WNBA gewöhnt, in Hamburg war dagegen alles eine Nummer kleiner, doch deswegen nicht schlechter. Wir sind noch näher an den Fans und froh, dass so viele den Frauenbasketball unterstützen. Das zeigt, was wir gerade für eine Bewegung in Deutschland haben. Da kann man nur hoffen, dass es die nächsten Tage immer besser wird.“
Vor allem einer der Zuschauer hatte es dem Team angetan - und zwar Dirk Nowitzki, der an seinem 47. Geburtstag an der Seite von seiner Schwester Silke zuschaute und mit allen Spielerinnen abklatschte. "Das ganze Team war ein bisschen aufgeregt vor dem Spiel ihn zu sehen", gab Leonie Fiebich zu, während Geiselsöder sich beeindruckt zeigte.
"Es zeigt, dass er uns wirklich unterstützt", meinte die Spielerin der Dallas Wings. "Das ist etwas sehr Besonderes. Es zeigt auch, wie sehr er den deutschen Frauenbasketball pushen möchte." Durch den Sieg haben die Deutschen gute Chancen auf das Viertelfinale, morgen geht es gegen Mitfavorit Spanien, gegen die man laut Fiebich noch eine Rechnung offen habe. Das Team von Bundestrainerin Lisa Thomaidis ist zwar klarer Außenseiter, doch die Partie gegen Schweden sollte Selbstvertrauen gegeben haben.
Nina Probst/Robert Arndt