01.04.2025
NBA kompakt
LeBron James hat mit einem Monster-Block einen wichtigen Sieg der Los Angeles Lakers über die Houston Rockets gesichert, während die Orlando Magic eine bittere Niederlage gegen die L.A. Clippers kassiert haben. Die Boston Celtics haben derweil einen neuen Franchise-Rekord aufgestellt.

Nach ihrem wichtigen Sieg über die Memphis Grizzlies haben die Lakers auch gegen den nächsten direkten Konkurrenten einen ganz entscheidenden Erfolg gefeiert. Vor heimischen Fans setzte L.A. sich in einem durchweg engen Duell am Ende verdient gegen die Rockets durch, wobei LeBron James für die entscheidende Aktion sorgte. Mit elf Sekunden auf der Spieluhr und -4 aus Houstons Sicht bekam Alperen Sengun den Ball im Post, drehte sich an Austin Reaves vorbei, um entspannt zu verkürzen, ehe James aus dem Nichts angeflogen kam und den Wilson mit einem gewaltigen Block ins Aus schickte.
Dabei hatte die Rockets'-Defensive das gesamte Spiel über einen super Job gegen die beiden Lakers-Stars gemacht, LBJ und Luka Doncic standen am Ende nur bei insgesamt 36 Punkten bei 11/28 aus dem Feld. Entscheidend für den Sieg war die starke Bank des Teams, allen voran Gabe Vincent und Dorian Finney-Smith, die beide jeweils 20 Punkte auflegten und viele Minuten abrissen.
Bei den Rockets war Amen Thompson mit 20 Punkten bester Scorer, gefolgt von Dillon Brooks mit 16. Jabari Smith Jr. legte von der Bank kommend ein starkes Double-Double (15, 11 Rebounds) auf. Für die Lakers geht es nach ein paar Tagen Pause weiter gegen die Warriors, Houston hat mit den Jazz dagegen eine deutlich einfachere Aufgabe vor der Brust.
Die Magic haben sich gegen die Clippers mal wieder mit ihren eigenen Waffen geschlagen und eine bittere Niederlage im Kampf um die gute Ausgangslage fürs Play-In kassiert. Während die Defensive gegen gut aufgelegte Gäste auf der Höhe war (erstmals seit dem 24. Februar kam L.A. nicht über 100 Punkte), stotterte die Offensive erneut, vor allem im entscheidenden letzten Viertel.
Dort trafen das Team nur 8/22 Würfen, die sonst guten Franz Wagner und Paolo Banchero zusammen nur 4/14 FG. Am Ende standen die Magic bei nur 39 Prozent aus dem Feld, nachdem sie zur Pause und Anfang des dritten Viertels noch in Führung lagen. Banchero (26) und Wagner (21) waren erneut die besten Scorer ihres Teams, bekamen aber zu wenig Unterstützung. Dazu wollte von draußen fast nichts fallen (7/26). Durch die Niederlage liegt Orlando nun bereits ein Spiel hinter den Hawks auf Platz sieben und könnte damit ihren Heimvorteil im Play-In-Duell einbüßen.
Die Clippers überzeugten an diesem Abend durch Konstanz, mit Ivica Zubac (18), James Harden (20), Kawhi Leonard und Norman Powell (je 21) wurde das Scoring auf mehrere Schultern verteilt. Zubac schnappte sich zudem starke 20 Rebounds. Die Clippers halten durch den Sieg Anschluss im Rennen um die direkte Playoff-Teilnahme, liegen aber weiterhin nur auf Rang acht. Weiter geht es für das Team von Ty Lue gegen die Pelicans, während Orlando gegen die Spurs ranmuss.
Die Celtics würden in einem potenziellen Conference-Finals-Duell gegen die Cleveland Cavaliers keinen Heimvorteil haben, was sich nach jetzigem Stand sogar als Vorteil für das Team von Joe Mazzulla herausstellen könnte. Schließlich sind die Celtics in dieser Saison auswärts so gut wie wenige Teams in der Geschichte der NBA zuvor. Gegen die Grizzlies krönte der Meister seinen Roadtrip mit dem sechsten Sieg in Serie, was es in der Geschichte der Franchise so noch nie gab.

Insgesamt stehen die Celtics damit bei 34-7 in heimischer Halle und könnten den All-Time-Rekord von Golden State aus der 73-9-Saison einstellen. Damals gewannen die Warriors 36 Auswärtsspiele, Boston muss noch in New York gegen die Knicks und in Orlando ran.
Trotz eines zweistelligen Rückstands in der ersten Hälfte war der Sieg gegen die Grizzlies am Ende ziemlich ungefährdet. Mitte des dritten Viertels übernahm Boston die Führung und ließ sich diese in Manier eines Champions bis zum Schluss nicht mehr nehmen. Bester Scorer war dabei Al Horford mit 26 Punkten, Jayson Tatum steuerte ein starkes Double-Double (25 Punkte, 14 Rebounds) bei.

Bei Memphis war Ja Morant mit 26 Punkten der Top-Scorer, gefolgt von Santi Aldama (21) und Jaren Jackson Jr. (20), der sich dazu noch 15 Rebounds schnappte. Interims-Coach Tuomas Iisalo wartet damit immer noch auf seinen ersten Sieg, während die Lakers im Kampf um Platz vier jetzt schon zwei Spiele Vorsprung haben. Seine nächste Chance bekommt Iisalo allerdings schon direkt morgen, die Aufgabe gegen die Golden State Warriors dürfte aber nicht viel leichter werden. Für die Celtics geht es nach einer kurzen Erholung gegen die Heat weiter.
Gianluca Fraccalvieri