07.02.2025
Blazers gewinnen sechstes Spiel in Folge
In einer ereignisreichen NBA-Nacht sorgte LeBron James mit einer 42-Punkte-Gala für den Sieg der Lakers, während die Warriors nach einem riesigen Rückstand fast noch ein Comeback schafften. Franz Wagner und die Magic hatten hingegen einen schweren Abend gegen dominante Nuggets, während die Trail Blazers ihre Siegesserie weiter ausbauten.

Die Los Angeles Lakers haben gegen die Golden State Warriors einen spektakulären Sieg eingefahren, doch es wurde spannender als nötig. Nach einer dominanten ersten Halbzeit, in der sie zwischenzeitlich mit 26 Punkten führten und mit einem 20-Punkte-Polster in die Pause gingen, schien alles auf einen souveränen Erfolg hinauszulaufen. Doch die Warriors kamen mit voller Wucht aus der Kabine, kämpften sich im dritten Viertel bis auf fünf Punkte heran und machten das Spiel bis in die Schlussminuten hinein spannend.
Erst LeBron James setzte mit einem eiskalten Dreier kurz vor Schluss den entscheidenden Punch und sicherte den Lakers den Sieg. James war mit 42 Punkten (14/25 FG, 6/9 Dreier), 17 Rebounds und 8 Assists der überragende Mann des Abends und hielt sein Team trotz des starken Warriors-Comebacks auf Kurs. Er ist neben Michael Jordan erst der zweite Spieler der Geschichte, der mehr als 40 Punkte im Alter von 40 Jahren auflegte.
Stephen Curry erzielte 37 Punkte, hatte aber einen schweren Abend aus dem Feld mit 13 von 35 Treffern und nur sechs von 20 von der Dreierlinie. Die beiden Neuzugänge Jimmy Butler und Luka Doncic standen noch nicht für ihre neuen Teams auf dem Parkett.
Ohne Jamal Murray und Russell Westbrook hatten die Denver Nuggets keine Probleme, die Orlando Magic deutlich zu besiegen. Nikola Jokic führte sein Team mit 28 Punkten, zehn Rebounds und zwölf Assists an, während Michael Porter Jr. mit 30 Punkten (5/8 Dreier) heiß lief. Zur Halbzeit führten die Nuggets bereits mit neun Punkten, doch im dritten Viertel drehten sie richtig auf: Ein 33:17-Run ließ den Vorsprung auf 25 Punkte anwachsen - die Vorentscheidung.
Orlando hatte offensiv einen schweren Abend, vor allem aus der Distanz: Die Magic trafen nur fünf ihrer 31 Dreier (16,1 Prozent), während Denver mit zwölf von 30 (40 Prozent) deutlich effizienter war. Wendell Carter Jr. war mit 19 Punkten von der Bank der Topscorer für Orlando, Paolo Banchero kam auf 18 Punkte, während Franz Wagner mit 14 Zählern bei eher schwachen 6/17 aus dem Feld nicht seinen besten Tag erwischte. Tristan da Silva steuerte sieben Punkte bei. Die Nuggets dominierten das Rebound-Duell (52:40) sowie das Assist-Verhältnis (33:21) und ließen keinen Zweifel an ihrem Sieg.
Anthony Edwards hat erneut eine herausragende Leistung abgeliefert und die Minnesota Timberwolves mit 41 Punkten, sieben Rebounds und sechs Assists zu einem Sieg gegen die Houston Rockets geführt. Nur einen Abend nach seinem 49-Punkte-Spiel gegen Chicago legte Edwards gleich wieder los: Er dominierte das Spiel von Anfang an mit 18 Punkten im ersten Viertel und ließ im Schlussabschnitt weitere 16 Zähler folgen. Houston startete mit einer sechs-Punkte-Führung ins vierte Viertel, doch Rudy Gobert setzte mit zwei Dunks ein erstes Zeichen, bevor Edwards das Spiel mit drei Dreiern endgültig drehte.
Jaylen Clark erzielte mit 17 Punkten eine persönliche Bestmarke, während Naz Reid mit 15 Punkten und elf Rebounds erneut wertvolle Minuten lieferte. Auf der Gegenseite war Jalen Green mit 28 Punkten der beste Werfer der Rockets. Alperen Sengun kam auf 16 Punkte, zehn Rebounds und sieben Assists, konnte die fünfte Niederlage in Folge für Houston aber nicht verhindern. Die Rockets gehören zwar zu den besten Auswärtsteams der Liga, haben aber nun vier Auswärtsspiele in Serie verloren. Minnesota hingegen scheint mit zwei starken vierten Vierteln an aufeinanderfolgenden Abenden einen Rhythmus gefunden zu haben.

Die Indiana Pacers haben gegen die Los Angeles Clippers einen knappen, aber hart erkämpften Sieg eingefahren. Dabei sah es zunächst gar nicht danach aus: Die Clippers starteten furios und dominierten das erste Viertel mit 42:22, doch Indiana schlug im zweiten Abschnitt eindrucksvoll zurück. Angeführt von Pascal Siakam, der mit 33 Punkten (13/19 FG, 5/6 Dreier) und elf Rebounds glänzte, drehte Indiana das Spiel mit einem 42:19-Lauf im zweiten Viertel und ging mit einer knappen Führung in die Halbzeit.
Neben Siakam überzeugte besonders Benedict Mathurin, der 25 Punkte erzielte. Insgesamt punkteten sechs Pacers-Spieler zweistellig, was die ausgeglichene Teamleistung unterstrich. Bei den Clippers zeigten sich alle Starter ebenfalls mit zweistelligen Punktzahlen, darunter Norman Powell und James Harden mit jeweils 22 Punkten. Harden verteilte zudem zehn Assists, konnte aber nicht verhindern, dass die Pacers in den entscheidenden Momenten die besseren Antworten fanden und den Sieg über die Ziellinie brachten.
Die Portland Trail Blazers sind aktuell eines der heißesten Teams der Liga. Mit dem sechsten Sieg in Folge und dem zehnten Erfolg aus den letzten elf Spielen bestätigten sie ihre starke Form und setzten sich in einem umkämpften Spiel gegen die Sacramento Kings durch. Die Partie blieb bis in die Schlussminute spannend, bevor Anfernee Simons mit einem entscheidenden Dreier und zwei verwandelten Freiwürfen den Sieg sicherte. Simons war mit 30 Punkten (8/12 Dreier) einmal mehr der überragende Akteur für Portland.
Bei den Kings überzeugten zwar alle Starter mit zweistelligen Punktzahlen, doch es reichte nicht zum Erfolg. Zach LaVine und DeMar DeRozan erzielten jeweils 22 Punkte, während Malik Monk mit 21 Zählern von der Bank für zusätzliche Firepower sorgte. Dennoch fehlte Sacramento in der Schlussphase die letzte Konsequenz, um die Siegesserie der Blazers zu stoppen. Shaedon Sharpe, der mit 24 Punkten von der Bank glänzte, war neben Simons ein entscheidender Faktor für Portland und unterstrich, warum die Blazers aktuell eines der formstärksten Teams der Liga sind.
Sam Müller