01.12.2025
Pape Topscorer bei erstem Einsatz
Die deutschen Basketballer haben auch das zweite Spiel der WM-Qualifikation souverän gewonnen. Zwergstaat Zypern leistete eine Halbzeit lang erbitterten Widerstand, ehe die Mannschaft von Bundestrainer Mumbru nach dem Seitenwechsel davonzog.

Nach der Abreise der drei Europameister Hollatz, da Silva und Bonga nahm Bundestrainer Alex Mumbru auch drei Änderungen in der Aufstellung vor. Anstelle des Trios rückten Youngster Kayil, Norris Agbakoko (beide Alba Berlin) sowie Chris Sengfelder (ratiopharm Ulm) in die Starting Five. Letzterer erwischte auch direkt einen sehr guten Start und erzielte sieben Punkte allein im ersten Durchgang.
Über ein paar gute Einzelaktionen hinaus ließ das DBB-Team ihren Rhythmus ohne die EM-Fahrer zunächst aber auf ganzer Linie vermissen. Diesen stellte hingegen Zyperns Nikos Stylianou unter Beweis. Der Big Man netzte allein in den ersten zehn Minuten drei Dreier und verschaffte seiner Mannschaft damit eine überraschende Führung vor Viertelende (17:15). Dank fünf aufeinanderfolgenden Punkten vom starken Pape (14 PTS, 5/8) der zu den Nachrückern im deutschen Team gehörte und auf Anhieb zum Topscorer avancierte, ging es aus DBB-Sicht immerhin mit einem knappen Vorsprung in die erste Pause.
Auch im zweiten Viertel fand die deutsche Nationalmannschaft noch nicht wirklich ins Spiel. Stattdessen wurde man auffällig viele Würfe aus der Distanz los. Trotz der physischen Überlegenheit gegen die Griechen suchte man nur wenige Abschlüsse in Korbnähe. Zypern hingegen machte sich die defensiven Unkonzentriertheiten der Deutschen immer wieder gut zunutze. Nach zwei erfolgreichen Obiesie-Freiwürfen ging es erneut nur mit knappem Vorsprung gegen den 71. der Weltrangliste in die Kabinen (39:42).

Julius Ostendorf
In der Pause fand Bundestrainer Alex Mumbru jedoch offensichtlich die richtigen Worte. Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Deutschland nach Art des Spaniers: Offensiv mit hohem Tempo, defensiv hoch konzentriert und physisch. Zypern bekam kaum noch einfache Abschlüsse und verlor in der Folge auch seinen Rhythmus aus der Distanz. Mit einem 15:0-Lauf zog das DBB-Team nun erstmals zweistellig davon. Neben dem starken Pape konnte sich hier auch Malte Delow auszeichnen, der über drei Viertel einen perfekten Abend erlebte (10 PTS, 4/4 FG, 2/2 FW). Sekunden vor der Schlusssirene stellte Alba-Kollege Jonas Mattisseck mit seinen ersten Punkten des Abends auf +21 (48:69).
Das dritte Viertel schien den Widerstand der Zyprioten gebrochen zu haben, deren Körpersprache nun auch grundlegend verändert wirkte. Eher mühelos hievten die deutschen Basketballer den Vorsprung ins Ziel, wobei die Hausherren den Rückstand in den finalen Minuten nochmal unter die Marke von 20 Zählern drücken konnten.
Deutschland übernimmt damit in Gruppe E der WM-Qualifikation zunächst den ersten Rang. Das Spiel zwischen Kroatien und Israel ist noch im Gange. Bei einem Erfolg ersterer Mannschaft würde Deutschland (ungeschlagen) auf dem zweiten Platz überwintern, ehe es im zweiten Quali-Fenster gegen Kroatien zum Gipfeltreffen kommt.