19.03.2025
Walker mit historischer Performance
Die FIT/One Würzburg Baskets mussten sich in der Basketball Champions League nach zwei Verlängerungen mit 115:119 gegen Promitheas Patras geschlagen geben. Trotz der Niederlage bleibt das Ziel unverändert: Ein Sieg gegen Bertram Derthona Basket in der kommenden Woche ist entscheidend fürs Weiterkommen.

Die Partie begann mit viel Rotation auf beiden Seiten - Würzburg wollte Kräfte sparen, Patras hatte in der Gruppe nichts mehr zu verlieren. Trotzdem kontrollierten die Hausherren über weite Strecken das Geschehen und führten zwischenzeitlich mit zwölf Punkten. Doch Patras blieb dran, kämpfte sich zurück und erzwang mit einem dramatischen Finish die Verlängerung. In der zweiten Overtime ging Würzburg endgültig die Luft aus, während Patras‘ Jordan Walker (54 Punkte, 12/19 FG, 7 Rebounds, 7 Assists) heiß lief. Am Ende stellte er mit 54 Punkten den Rekord für die meisten Punkte eines Spielers in einer Champions-League-Partie auf.
Würzburg erwischte einen starken Start, spielte mit hoher Trefferquote und führte nach zehn Minuten mit 19:14. Auch im zweiten Viertel blieb das Team offensiv effizient und ging mit einer 44:39-Führung in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel baute Würzburg den Vorsprung zwischenzeitlich auf zwölf Punkte aus, doch Patras hielt dagegen und verkürzte vor dem Schlussviertel auf 68:60.
Im letzten Abschnitt wurde es dann richtig dramatisch: Die Griechen kamen Punkt für Punkt heran, Würzburg konnte sich nur kurzzeitig Luft verschaffen. 42 Sekunden vor Schluss brachte ein wilder Dreier von Walker Patras fast in Führung, kurz darauf gelang der Ausgleich zum 85:85 und es ging in die Overtime.
In der ersten Overtime schien Patras auf der Siegerstraße, doch Würzburg kämpfte sich noch einmal zurück. Ohne Leistungsträger Jhivvan Jackson (20, 9 Assists), der mit fünf Fouls raus war, brachte sechs Sekunden vor Schluss ein verrücktes Foul an Mike Lewis II (Würzburgs Topscorer mit 22 Punkten) das Spiel in die zweite Verlängerung - er verwandelte eiskalt alle drei Freiwürfe.
Doch in der zweiten Overtime fehlten den Baskets langsam die Kräfte: Walker dominierte weiter, während Würzburg mit Foulproblemen haderte. Nach Zac Seljaas’ (17, 6 Rebounds) Aus mit fünf Fouls und einem misslungenen Dunk von Davion Mintz (20, 5 Rebounds) konnten die Hausherren nicht mehr kontern. Am Ende stand ein 115:119 auf der Anzeigetafel. Eine bittere, aber letztlich nicht entscheidende Niederlage. Denn das wichtigste Spiel der Runde steigt kommende Woche in Italien.
Lukas Hetterich
Erst einmal steht für die Würzburger am Sonntag (16.30 Uhr, LIVE bei Dyn) ein wichtiges Duell in der BBL mit Alba Berlin in der Hauptstadt auf dem Plan. In der Champions League geht es dann am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr, LIVE bei Dyn) in Italien gegen Derthona um den Einzug ins Viertelfinale.