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Vier Würzburger zweistellig
Die Fitness First Würzburg Baskets haben das vorzeitige Play-off-Aus abgewendet. Im vierten Aufeinandertreffen mit den Telekom Baskets Bonn führten die Franken nahezu über die gesamte Spielzeit und vertagten damit die Entscheidung über den Halbfinal-Einzug ins finale fünfte Spiel.

Nach der Heimniederlage vor zwei Tagen galt für Würzburg am Sonntag: Verlieren verboten! Den besseren Start ins vierte Aufeinandertreffen erwischten allerdings die Gäste. Bonn erzielte die ersten sechs Punkte des Spiels in Folge, ehe Davion Mintz (14 PTS, 5/7) für den ersten Leistungsnachweis der Franken sorgte. Sein Dreier sollte der Startschuss eines viertelübergreifenden 23:6-Laufs sein, an dessen Ende die Hausherren gar zweistellig davongezogen waren.
Bonn hatte in dieser Phase enorme Probleme, die aggressive Verteidigung des Gegners zu überwinden. Nicht zuletzt Würzburgs Guards machten hier einen tollen Job, den Zugang zur Zone zu verwehren. Diese Dynamik veränderte sich erst, als Bonn anfing, auch von Downtown Gefahr auszustrahlen. Zwei Dreier von Aminu sowie ein weiterer von Comithier verkürzten wieder in einstelligen Bereich (30:22). In den Schlussminuten der ersten Hälfte wurde es dann erneut physisch und teils wild. Mehr als vier Minuten kam auf beiden Seiten kein Korb aus dem Spiel heraus zustande. Tempo kehrte erst in der letzten Zeigerumdrehung vor der Pause zurück. Einen wilden Dreier von Pjanic aus dem Dribbling konterte Murphy per Fade-Away zum Halbzeitstand von 36:31.

Die zweite Hälfte begann, wie die erste geendet war: mit zwei Punkten von ! Es sollten allerdings die einzigen für lange Zeit aus Bonner Sicht bleiben und damit die Vorentscheidung einleiten. Würzburg erzielte 13 unbeantwortete Punkte nacheinander, wobei neben Topscorer Mintz auch Jonathan Stove gleich mehrmals erfolgreich war.
Julius Ostendorf
Bonn hingegen musste sich einen Punkt nach dem anderen hart an der Linie erkämpfen. Aus dem Spiel heraus waren Rhythmus ebenso wie einfache Zähler Mangelware. Bereits zu Beginn des Schlussviertels zog Würzburg nach Carr-Punkten auf +20 davon (68:48). Dass die Gäste kurz vor Ende aber nochmal Hoffnung auf ein Comeback schöpfen durften, lag unter anderem an Nationalspieler Joel Aminu (16 PTS), der mehrmals am Korb erfolgreich war. Jongkuch verkürzte 72 Sekunden vor der Schlusssirene gar auf -9. Letztlich kam die Aufholjagd allerdings zu spät.
Würzburg erzwingt damit das fünfte und entscheidende Spiel um den Einzug ins Halbfinale. Dieses findet am kommenden Mittwoch in Bonn (18.30 Uhr) statt.
