vor 5 Stunden
Trotz erneut schwachem Start ins dritte Viertel
Die Fitness First Würzburg Baskets stehen im Viertelfinale des BBL-Pokals! Im Duell mit dem Syntainics MBC erwischten die zuletzt dreifach sieglosen Unterfranken den besseren Start und verteidigten die Führung anschließend bis zum Spielende. Den fast schon traditionellen Einbruch im dritten Viertel steckte das Filipovski-Team diesmal besser weg.

Die Mannschaft von Trainer Sasa Filipovski empfing Weißenfels am Sonntagnachmittag mit drei Niederlagen im Rücken, davon zwei im Europe Cup, sowie einer Bundesliga-Schmach am vergangenen Wochenende in Rostock (101:62). Im Pokal-Achtelfinale schienen die Hausherren diesen Rucksack allerdings abgeworfen zu haben.
Würzburg ging von Beginn an aggressiv zu Werke - sowohl defensiv als auch offensiv mit zahlreichen Punkten nach Drives. Den offensiven Rhythmus ließ sich Würzburg dabei auch von den mehrfachen Spieluhr-Pannen nicht nehmen. Besonders auffällig in der Anfangsphase war Guard Calvin Wishart (19 PTS, 5/6), der sich für neun Punkte in den ersten zehn Minuten verantwortlich zeichnete. Zwei Würzburger Dreier knapp drei Minuten vor Ende des ersten Durchgangs - Wishart glänzte dabei einmal als Vorlagengeber und einmal als Vollstrecker - brachten den Gastgebern eine zweistellige Führung ein, die man auch mit in die Viertelpause nahm (28:16).
Auch im zweiten Durchgang dauerte es eine Weile, ehe die Gäste besser ins Spiel fanden. Schwierig gestaltete die gewünschte Aufholjagd insbesondere das niedrige Tempo auf beiden Seiten, was auch an den zahlreichen Foulpfiffen lag. Ein seltener Dreier der Weißenfelser durch Spencer Reaves (14 PTS, 8/8 FW) brachte den Rückstand kurz vor der Pause immerhin in den einstelligen Bereich (41:33). Würzburgs Offensive lahmte jetzt ein wenig, jedoch konnte der MBC daraus ebenfalls kaum Kapital schlagen. Weil sich Charles Thompson (10 PTS, 12 REB) bereits seinen nächsten Rebound schnappte und diesen in Punkte ummünzte, ging es dann doch zweistellig in die Kabinen (50:39).

jos
Das dritte Viertel war in den vergangenen Partien Würzburgs Achillesferse; man erinnere insbesondere an den 6:35-Durchgang in Rostock. Gegen den MBC erwischten die Franken auch diesmal einen fatalen Start in die zweite Halbzeit. Weißenfels erzielte die ersten acht Punkte in Folge, im Zuge derer auch der bis dato zurückhaltende Kostja Mushidi (11 PTS) auf die Anzeigetafel kam. Erst nach vier Minuten scorte Würzburg, dessen Offensive nun sehr stagnant wirkte, erstmals. Die Gäste blieben in der Folge in Schlagdistanz, konnten den Rückstand aber nie tatsächlich überwinden. Dafür sorgte auch Wisharts Mitteldistanztreffer mit der Viertelsirene (65:60).
Das Schlussviertel lief dann zugunsten Würzburgs an. Ein Dreier von Lukas Herzog (6 PTS) geriet zwar zu weit, fand nach meterhohem Abpraller auf den Ring dann aber doch seinen Weg durch die Reuse. Reaves antwortete mit drei Freiwürfen, auch De'Lonnie Hunt (17/4/3) gelangen mehrere erfolgreiche Drives, inklusive eines Dreipunktspiels zur Viertelmitte (79:70). Die gastgebenden Baskets hatten aber auch in dieser Phase immer die richtige Antwort parat. So auch in der Schlussphase, als erneut Wishart sowie Eddie Colbert III. (8) aus der Distanz für die Entscheidung sorgten.
Würzburg feiert damit nach drei wettbewerbsübergreifenden Niederlagen wieder einen Sieg und ist nur noch einen Erfolg von der ersten Final-Four-Teilnahme seit 2004 entfernt. Weiter geht es für die Franken bereits in zwei Tagen im Europe Cup gegen Skopje.
Der MBC, Pokalsieger des Jahres 2025, scheidet dagegen vorzeitig aus dem Wettbewerb aus, hat aber ebenfalls wenig Zeit zum Durchatmen. Am Mittwoch sind die Sachsen-Anhaltiner in Lausanne in der Schweiz gefordert.
