vor 14 Stunden
Offensiv-Spektakel der Hausherren
RASTA Vechta steht im Viertelfinale der BBL-Play-offs. Die Niedersachsen drehten das Play-In-Duell gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier nach frühem Rückstand und setzten sich offensivstark mit 111:83 durch. Vechta trifft damit auf Alba Berlin, Trier bekommt gegen Rostock eine letzte Chance auf die Postseason.

Die VET-CONCEPT Gladiators Trier erwischten zunächst den besseren Start in die Partie. Jordan Roland (13 Punkte) eröffnete das Spiel direkt mit einem Dreier und führte Trier früh zu einem 8:0-Lauf. Vechta wirkte offensiv zunächst nervös und brauchte mehr als zwei Minuten für die ersten eigenen Punkte.
Trotz des starken Trierer Beginns blieb das Spiel intensiv und umkämpft. Philipp Herkenhoff verkürzte kurz vor Ende des ersten Viertels per Tip-In auf 18:22. Beide Teams blieben offensiv zunächst unter ihren starken Saisonwerten, das lag vor allem an der hohen Intensität auf beiden Seiten.
Im zweiten Viertel drehte Vechta dann auf. Vor allem Malik Parsons (24, 8/11 FG) brachte enorme Energie von der Bank und führte die Gastgeber zurück ins Spiel. Vier schnelle Punkte des Guards verkürzten zunächst, ehe TJ Bamba (19, 5 Rebounds, 8/10 FG) und Alonzo Verge Jr. (18, 10 Assists) das Momentum auf die Seite der Niedersachsen zogen.
Nach rund 14 Minuten ging Vechta erstmals in Führung. Trier hielt durch Roland und Steven Ashworth (10, 7 Assists) zwar weiter dagegen, defensiv bekamen die Gäste die offensive Dynamik der Gastgeber aber immer weniger kontrolliert. Parsons blieb heiß, Bamba traf wichtige Würfe und Verge sorgte kurz vor der Pause für das 47:41.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen. Nolan Adekunle (15) und Behnam Yakhchali (11) hielten Trier mit wichtigen Dreiern im Spiel, dazu wurde die Partie durch das dritte Foul von Jordan Roland noch einmal kompliziert für die Gäste. Doch immer dann, wenn Trier verkürzte, hatte Vechta die passende Antwort. Tevin Brown (17, 4/8 3PM) traf wichtige Distanzwürfe, TJ Bamba legte starke Sequenzen nach und Parsons setzte mit einem Dunk kurz vor Viertelende ein weiteres Ausrufezeichen zum zwischenzeitlichen Plus zehn.
Im Schlussviertel brach Trier dann ein. Während Roland früh sein viertes Foul kassierte, spielte sich Vechta offensiv in einen Rausch. Tommy Kuhse (10) per And-One, Lloyd Pandi und erneut Parsons sorgten für einen entscheidenden Lauf, der die Partie früh entschied.
Am Ende traf Vechta überragende 60 Prozent aus dem Feld und zieht ins Viertelfinale gegen Alba Berlin ein. Trier bekommt dagegen am Donnerstag gegen Rostock die letzte Chance auf die Playoffs.
Lukas Hetterich