vor 22 Stunden
Berlin stellt auf 2-2
ALBA Berlin hat das vorzeitige Play-off-Aus abgewendet und einen wichtigen Auswärtssieg in Vechta eingefahren. Dabei trotzten die Hauptstädter der späten Mikrowelle der Hausherren.

Knapp drei Minuten vor Spielende wähnte sich Berlin schon im fünften Spiel, ehe die Gastgeber aus Niedersachsen nochmal richtig heißliefen: Dreier von Pleiß, Kuhse, Bamba und Verge Jr. stellten eine Minute vor Schluss auf Ausgleich (79:79). Die Albatrosse blieben dennoch cool: Erst brachte Youngster Rataj seine Mannschaft in Front, dann gelang Routinier Hermannsson der Steal hinten und der eiskalte Leger nach Fake-Handoff vorne.
Zuvor hatten sich beide Teams einen erbitterten Kampf im vierten Aufeinandertreffen geliefert, in dessen Verlauf die Führung neunmal hin- und herwechselte. Für eine Überraschung sorgte zunächst die taktische Ausrichtung von Vechta-Coach Christian Held. Noch in Spiel 3 stand Center Tibor Pleiß bei seinem möglicherweise besten Spiel im orangenen Trikot im Fokus. Diesmal wurde der 35-Jährige (9 PTS, 3 REB) auffällig wenig in Szene gesetzt.
Stattdessen standen bei Vechta zunächst Tevin Brown (6/7) und Lloyd Pandi (11/4) im Zentrum der Aufmerksamkeit. Noch vor der Halbzeitpause schenkten beide den Gästen jeweils einen Dreier ein, ehe Albas O'Connell zum Kabinengang auf Ausgleich stellte (44:44).
jos
Nach dem Seitenwechsel übernahm Berlin die Kontrolle, was insbesondere am starken Youngster Jack Kayil (15 PTS, 1/8 Dreier) lag. Zwar hatte der mögliche NBA-Draftpick nur wenig Wurfglück von Downtown, dafür erarbeitete sich der 19-Jährige einen nach dem anderen Trip an die Freiwurflinie und stand auch als Ballverteiler (6 AST) im Fokus.

Zu Beginn des Schlussviertels rückten dann auch die anderen Alba-Guards ins Rampenlicht. Früh im vierten Durchgang holte sich Mattisseck nach Offensivfoul das fünfte Persönliche ab. Berlin ging damit der primäre Verteidiger von Guard Verge Jr. verloren. Wettmachen konnte das allerdings Backcourt-Kollege Martin Hermannsson (18/2/4), der acht seiner 18 Punkte im Schlussakt erzielte und damit auch die Entscheidung herbeiführte.
Das entscheidende fünfte Spiel um den Einzug ins Halbfinale findet schließlich am kommenden Mittwoch um 18.30 Uhr (live bei Dyn) statt. Das Heimrecht wechselt wieder in die Hauptstadt.