vor 21 Stunden
118 Punkte zur Pause
Real Madrid steht im Finale der EuroLeague. In einem historischen Offensivspektakel setzte sich der spanische Rekordchampion mit 105:90 gegen Valencia durch und stellte dabei gleich mehrere Final-Four-Rekorde auf.

Das zweite Halbfinale in Athen entwickelte sich sofort zu einem echten Shootout. Beide Teams spielten mit enormem Tempo, attackierten konsequent den Korb und fanden offensiv beinahe auf jeden Angriff eine Antwort. Valencia startete dabei mutig und führte nach dem ersten Viertel knapp mit 28:26.
Schon früh wurde klar, dass diese Partie historisch werden könnte. Während das erste Halbfinale zwischen Olympiakos und Fenerbahce zur Pause lediglich 33:24 gestanden hatte, war Valencia bereits nach zwölf Minuten bei 33 Punkten angekommen.
Im zweiten Viertel übernahm Real Madrid die Kontrolle über das Spiel. Vor allem Mario Hezonja und Trey Lyles sorgten offensiv immer wieder für Probleme in der Valencia-Defense. Real traf hochprozentig, bewegte den Ball stark und ging schließlich mit einer 62:56-Führung in die Halbzeit.
Die ersten 20 Minuten gingen gleichzeitig in die Geschichtsbücher der EuroLeague ein: Beide Teams kombinierten für 118 Punkte, so viele wie nie zuvor in einer Halbzeit eines EuroLeague-Final-Four-Spiels. Auch Reals 62 Punkte stellten einen neuen Rekord dar.

Lukas Hetterich
Nach dem Seitenwechsel gelang es Real dann erstmals, sich etwas klarer abzusetzen. Valencia blieb offensiv zwar gefährlich, bekam defensiv aber immer größere Probleme gegen die physische und effiziente Offensive der Madrilenen.
Besonders Hezonja übernahm nun immer mehr Verantwortung, während Gabriel Deck und Andres Feliz wichtige Akzente setzten. Vor dem Schlussviertel führte Real bereits mit 86:73 und hatte die Partie unter Kontrolle.
Valencia startete zwar noch einmal einen letzten Versuch zur Aufholjagd, doch Real beantwortete jede kleinere Serie direkt wieder. Die Erfahrung und individuelle Qualität der Madrilenen machten letztlich den Unterschied.
Mario Hezonja führte Real Madrid mit 25 Punkten, sieben Rebounds und drei Assists an. Trey Lyles steuerte 17 Punkte bei, Gabriel Deck kam auf 16 Zähler und acht Rebounds. Für Valencia überzeugten Jean Montero, Jaime Pradilla und Nate Reuvers jeweils mit 15 Punkten.
Damit zieht Real Madrid ins Finale der EuroLeague ein und trifft dort nun auf Olympiakos Piräus