20.05.2025
Weathers trifft Buzzer Beater hinter der Mittellinie
Die MLP Academics Heidelberg ringen Chemnitz erneut nieder. Im zweiten, hart umkämpften Spiel, der Serie bezwingen die Hausherren die Niners mit 74:70 und sind damit nur einen weiteren Sieg vom Einzug ins Play-Off-Halbfinale entfernt.

Das erste Viertel startete mit einer hohen Intensität. Beide Teams waren zunächst im Angriff unsicher, aber Chemnitz konnte durch einen Dreier von Victor Bailey Jr (21 Punkte, 7/11 FG) früh in Führung gehen. Heidelberg reagierte aber schnell, besonders mit einer starken Leistung von Michael Weathers (16, 5 Rebounds, 5 Steals), der mit seinem Dreier für den Ausgleich sorgte. Die Gastgeber fanden im Anschluss besser ins Spiel und gingen mit 19:15 in die erste Viertelpause.
Im zweiten Abschnitt blieb es spannend, doch die Niners konnten den Heidelberger Vorsprung mit einer soliden Defensivleistung immer wieder verkürzen. Zur Halbzeit führten die Gastgeber mit 36:33, dabei war es vor allem Weathers, der mit 12 Punkten und einem unglaublichen Treffer hinter der Mittellinie mit dem Buzzer zur Pause für Heidelberg glänzte.
Das dritte Viertel war ein echter Nervenkitzel. Chemnitz, angeführt von einem erneut stark spielenden Bailey und Kevin Yebo (19, 5 Rebounds), erkämpfte sich mit einem 10:0-Lauf die Führung und zog zwischenzeitlich auf 51:48 davon. Die Hausherren ließen sich jedoch nicht abschütteln und kämpften sich wieder ins Spiel. Besonders Ryan Mikesell (19) und Bakary Dibba (8 Rebounds) sorgten dafür, dass die Gäste nie mehr als fünf Punkte Vorsprung hatten. Zum Ende des dritten Viertels lag Heidelberg mit 56:51 vorne.
Chemnitz kämpfte mit aller Macht um den Ausgleich, doch Heidelberg behielt die Nerven. Besonders in der Schlussphase zeigte sich die Crunchtime-Erfahrung der Academics: Zuerst traf Victor Bailey einen schwierigen Dreier für Chemnitz und brachte seine Mannschaft mit 66:65 in Führung. Doch Heidelberg antwortete prompt. Nach einem Dreier von DJ Horne (14, 6 Rebounds) führten die Gastgeber mit 74:70. Chemnitz versuchte noch alles, um das Spiel zu drehen, doch ein vergebener Dreier und die starke Verteidigung der Heidelberger verhinderten einen späten Ausgleich.
Mit dem Sieg geht Heidelberg mit einer 2:0-Führung in die Serie. Chemnitz steht nun mit dem Rücken zur Wand und muss am Sonntag (ab 16.30 Uhr LIVE bei Dyn) in eigener Halle gewinnen, um den Einzug ins Halbfinale noch zu schaffen.
Lukas Hetterich