vor 13 Stunden
Baskets schlagen sich selbst an der Linie
Ratiopharm Ulm hat nach vier Ligapleiten in Folge wieder gewonnen und die EWE Baskets Oldenburg am 7. Spieltag der BBL mit 81:65 geschlagen. Michael Rataj führte die Gastgeber mit 23 Punkten an, den Ausschlag gab aber die Freiwurflinie.

Vor 4.163 Zuschauern begann die Partie ausgeglichen: Ulm ging durch Ibi Watson mit 7:4 in Führung, ehe Oldenburg mit sechs Punkten am Stück auf 7:10 davonzog. Seth Hinrichs (18 PTS, 2/2 Dreier) war mit seinen Korblegern immer wieder zur Stelle, LeTre Darthard legte mit zwei Dreiern zum 12:18 nach - die höchste Führung der Baskets an diesem Abend. Simi Shittu hielt die Hausherren von der Freiwurflinie im Spiel, Watson verkürzte vier Sekunden vor der Viertelsirene auf 18:20.
Im zweiten Abschnitt kippte die Partie. Watson brachte Ulm mit einem Dreier zum 21:20 wieder nach vorne, Michael Rataj (23 PTS, 9 REB, 2/4 Dreier) legte direkt nach - aus dem 14:20 war ein 23:20 geworden. Nach dem 25:24 zogen die Gastgeber mit einem 16:2-Lauf davon. Herausragend war dabei Shittu (13 PTS, 11/12 FT): Nach einem eigenen Korbleger und einem unsportlichen Foul von verwandelte der Center binnen einer Minute sechs Freiwürfe in Serie zum 39:26 (bis zur Pause allein war er zwölfmal an die Linie gegangen). Oldenburg kam unter anderem nach einem unsportlichen Foul von noch auf 41:32 heran, doch Rataj traf eine Sekunde vor der Pause einen Dreier zum 44:32. Das Viertel ging mit 26:12 an Ulm.
jos
Nach dem Seitenwechsel schien Ulm früh alles klarzumachen. Rataj, Armel Traore (10 PTS, 10 REB) und Watson per Dunking stellten auf 50:32 - 18 Punkte Vorsprung, mehr wurde es nicht. Denn Oldenburg antwortete mit einem 10:0-Lauf binnen knapp drei Minuten: Jeremy Roach und Demajeo Wiggins von der Linie, dazu Wiggins, Stefan Momirov und Hinrichs mit Korblegern brachten die Gäste auf 50:42 heran. Mit der Sirene stellte Hinrichs per Dreier auf 60:52.
Im Schlussabschnitt ließen die Hausherren nichts mehr anbrennen. Traore per Tip-in sowie Lucas Fischer, Watson und Rataj von der Linie sorgten für einen 6:0-Start zum 66:52. Tylan Pope verkürzte zweimal per Korbleger, kassierte fünf Minuten vor dem Ende jedoch ein unsportliches Foul. Faye traf beide Freiwürfe zum 70:56. Wiggins (14 PTS, 11 REB) brachte Oldenburg mit zwei Korblegern noch einmal auf 70:60 heran, doch Sekunden später beging Pope sein zweites unsportliches Foul und musste vom Feld. Rataj verwandelte beide Freiwürfe, und erzielte danach zwei Korbleger zum 77:65 - die Entscheidung.
Die Statistik zeigt, wo die Partie entschieden wurde: Beide Teams trafen jeweils 24 Feldwürfe und vier Dreier, doch Ulm verwandelte 29 von 36 Freiwürfen (81 Prozent), Oldenburg nur 13 von 27 (48 Prozent) - genau 16 Punkte Unterschied. Allein Wiggins ließ acht seiner zehn Versuche liegen. Die 20 Offensivrebounds der Baskets brachten deshalb wenig, bei den Ballverlusten (je 20) herrschte Gleichstand. Faye glänzte zudem mit vier Steals, Ulm blockte sechs Würfe, Oldenburg keinen.
Ulm beendete damit seine Negativserie und steht nun wie Oldenburg bei drei Siegen und vier Niederlagen. Für die Baskets war es dagegen die vierte Pleite in Serie. Da der 7. Spieltag noch bis Sonntag läuft, ist die Tabelle nur eine Momentaufnahme. Für Ulm geht es bereits am Dienstag (3. November, 19.30 Uhr) im EuroCup mit dem Heimspiel gegen Bahcesehir College Istanbul weiter, in der Liga gastiert das Team von Ty Harrelson am Samstag (7. November, 18.30 Uhr) bei den Rostock Seawolves. Oldenburg tritt am Sonntag (8. November, 16.30 Uhr) in Ludwigsburg an.