21.01.2026
Ex-Münchner Djedovic geht voran
Die Fitness First Würzburg Baskets haben zum Auftakt der BCL-Round of 16 verloren. Beim noch ungeschlagenen Titelverteidiger Unicaja Malaga liefern die Franken einen leidenschaftlichen Fight, kommen nach 15 Punkten Rückstand noch einmal ganz nah heran, verlieren den Thriller am Ende aber mit 90:85.

Würzburg startete mutig in die Runde der letzten 16 der Basketball Champions League und zeigte von Beginn an, dass man sich auch vom maximalen Kaliber des Gegners nicht einschüchtern ließ. Vor den Augen von Bundestrainer Alex Mumbru kämpften sich die Gäste im ersten Viertel über Einsatz und Rebounds ins Spiel, blieben trotz erster schwieriger Phasen eng dran und gingen mit einem respektablen 24:19-Rückstand in die erste Pause. Offensiv zog einmal mehr Marcus Carr (19 Punkte, 7 Assists) die Fäden.
Im zweiten Viertel kippte das Spiel dann spürbar zugunsten des Titelverteidigers. Malaga erhöhte mit einem frühen Lauf auf zweistellig, die aus der BBL bestens bekannten Nihad Djedovic (21, 6/10 FG) und Augustine Rubit setzten Würzburg immer wieder zu. Den Franken fehlte in dieser Phase die Ballbewegung, zu oft blieb man im Dribbling hängen. Zwar sorgten Brae Ivey und Davion Mintz (23, 8/15 FG, 5 Assists) kurzzeitig für Hoffnung, doch zur Pause lag Würzburg mit 49:34 zurück. Malaga wirkte eine Klasse besser.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich jedoch, warum die Baskets zuletzt drei Auswärtsspiele in der Champions League gewinnen konnten. Angeführt von Mintz und Carr verkürzen sie den Rückstand Stück für Stück, verteidigen aggressiver und zwangen Malaga zu einer Auszeit, als der Rückstand auf 64:55 schrumpfte. Trotz weiterer Dreier von Kendrick Perry (19) und Djedovic blieb Würzburg dran. 66:57 vor dem Schlussviertel.
Im letzten Abschnitt entwickelte sich ein echter Krimi. David Muenkat (7, 8 Rebounds) per Alley-Oop, Mintz und Carr mit wichtigen Dreiern, Würzburg kam bis auf einen Punkt heran (84:83) und stand nach einem 18-Punkte-Rückstand kurz vor der Sensation. Doch in der entscheidenden Phase hatte der Topfavoriten mehr Glück auf seiner Seite und Djedovic und Perry trafen, Malaga profitierte zudem von 22 Freiwürfen mehr als Würzburg. Die Baskets kämpften bis zum Schluss, mussten sich aber knapp mit 90:85 geschlagen geben, und verpassten eine große Überraschung nur um Zentimeter.
Lukas Hetterich
