vor 16 Stunden
Bayern wartet nun in der ersten Runde
Die Gladiators Trier stehen erstmals seit 22 Jahren wieder in den Play-offs der Basketball Bundesliga. Im entscheidenden Play-In-Spiel um Platz acht setzte sich Trier mit 76:69 gegen die Rostock Seawolves durch.

Die Partie begann direkt mit viel Offensivpower auf beiden Seiten. Vor allem TJ Crockett Jr. erwischte für Rostock einen brandheißen Start und traf früh drei seiner ersten vier Dreier. Insgesamt versenkten die Seawolves sechs ihrer ersten sieben Würfe von außen und hielten damit mit den ebenfalls treffsicheren Trierern Schritt. Nach einem intensiven ersten Viertel stand es folgerichtig 24:24.
Im zweiten Abschnitt übernahm Trier dann zunehmend die Kontrolle. Vor allem Nolan Adekunle brachte Energie ins Spiel und initiierte mit einem persönlichen 5:0-Lauf eine starke Phase der Gastgeber. Kurz darauf erhöhte Offensive Player of the Year Jordan Roland auf 38:32, woraufhin Rostock zur Auszeit gezwungen wurde. Trier bewegte den Ball stark, sammelte bereits 14 Assists bis zur Pause und ging mit einer 47:43-Führung in die Kabine. Steven Ashworth führte die Gladiators zu diesem Zeitpunkt mit zehn Punkten und fünf Assists an.
Rostock kam allerdings deutlich besser aus der Halbzeitpause. Ein schneller 5:0-Lauf brachte die Gäste zurück, wenig später lagen die Seawolves plötzlich mit 56:49 vorne. Trier hatte in dieser Phase offensiv Probleme, fand jedoch rechtzeitig Antworten. Ein Fastbreak-Dreier von Roland stoppte den Lauf der Gäste, ehe die Gladiators das Spiel bis zum Ende des dritten Viertels wieder drehten und sich eine knappe 62:60-Führung erspielten.

amw, sgm
Im Schlussviertel verlor Rostock dann zunehmend den Rhythmus. Die Seawolves erzielten in den ersten fünf Minuten des letzten Abschnitts lediglich zwei Punkte, während Trier den Vorsprung auf 71:62 ausbauen konnte. Doch Rostock gab sich nicht auf: Crockett brachte sein Team mit fünf schnellen Punkten, darunter einem schwierigen Dreier, wieder auf 67:71 heran.
In der Crunchtime behielt Trier jedoch die Nerven. Beim Stand von 71:69 traf Clay Guillozet einen schwierigen Runner zur wichtigen Vier-Punkte-Führung. Kurz darauf vergaben D'Shawn Schwartz und Deandre Lansdowne jeweils einen Dreier deutlich, ehe Roland an der Freiwurflinie endgültig den Deckel draufmachte. Nach dem 76:69 kannte der Jubel in Trier keine Grenzen mehr - die Gladiators stehen erstmals seit 22 Jahren wieder in den BBL-Play-offs und treffen dort nun auf Hauptrundensieger FC Bayern München Basketball.
