vor 8 Stunden
Würzburg trifft erneut schwach unter dem Korb
Die Telekom Baskets Bonn haben nach der Auftaktniederlage gegen die Fitness First Würzburg Baskets die richtige Reaktion gezeigt. Infolge einer umkämpften ersten Halbzeit stellten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel die Weichen auf Sieg.

In Joel Aminu (16), Michael Kessens, Jeff Garrett Jr. und Alijah Comithier (je 15) scorten diesmal gleich vier Bonner zweistellig. Schlüssel zum Sieg war die erneut starke Defensive in der Zone, wo das Team von Trainer Marko Stankovic nur 41 Prozent Trefferquote des Gegners zuließ. Dazu gewann Bonn das Reboundduell mit +7.
Nur zwei Tage nach dem aus Sicht der Gastgeber enttäuschenden Auftaktspiel waren die Bonner besonders offensiv auf Wiedergutmachung aus. Dank des Tandems Aminu/Kessens verbuchten die Hausherren aus Bonn bereits nach wenigen Minuten einen Vorsprung von +6 (10:4). Nur der Dreier wollte auch im Anschluss mal wieder nicht wirklich fallen. Drei Würfe von Downtown schmissen die Würzburger im Anfangsviertel durch die Reuse. Der letzte - von Brae Ivey - brachte ihnen zudem die Führung ein (19:22).
Gut gestartet waren beide Teams auch ins erste Spiel. Erst danach nahm das offensive Niveau spürbar ab. Am Montagabend war das anders. Zwar ging es auch heute insbesondere unter dem Brett mit typischer Play-off-Härte zu, dafür verstanden es beide Teams, sich ihre Punkte an der Freiwurflinie zu verdienen. Vor dem Kabinengang sah das dann so aus: Erst stellte Heckmann auf +2, dann blieb auch Stove an der Linie zweimal cool. Für den Pausenstand sorgte Würzburgs Topscorer Marcus Carr nach aggressivem Drive zum Korb.
Julius Ostendorf

Infolge des Seitenwechsels war es wieder Bonn, das mit mehr Energie aus dem Kabinentrakt kam. Ein 15:6-Lauf stellte den Spielstand auf den Kopf. Doch, obwohl bei Würzburg offensiv in dieser Phase vieles stockte, schafften es die Pinken nicht, einen vorentscheidenden Vorsprung herzustellen. Stattdessen wurden sie die Unterfranken nie wirklich los.
Im Schlussviertel war es dann Jeff Garrett Jr., der den Hausherren neuen Schwung verlieh. Erst marschierte der Big Man auf elegante Art und Weise durch seine beiden Bewacher für ein And-One, dann netzte er zwei weitere Würfe von der Linie. Als Comithier im Anschluss auch noch einen Dreier verwandelte, war der 8:0-Lauf ebenso wie die Entscheidung perfekt (77:68).
Nach zwei Spielen im Westen Deutschlands wechselt der Heimvorteil gen Süden. Das dritte Spiel der Viertelfinalserie steht schließlich am kommenden Freitag an. Der Tip-Off erfolgt um 20.30 Uhr (live bei Dyn).