23.01.2026
Erfolg in Bonn
Die Rostock Seawolves haben einen kleinen Lauf. Bei den Telekom Baskets Bonn zeigten die Hanseaten lange eine gute Offensivleistung, bauten gegen Ende aber etwas ab. Es reichte dennoch zu einem 81:77-Erfolg

Verlass war dabei einmal mehr auf T.J. Crockett, der mit 19 Punkten und fünf verwandelten Dreiern der beste Scorer der Gäste war. Dabei war den Rostockern nur am Ende die Müdigkeit anzumerken, waren sie doch erst vor zwei Tagen im polnischen Danzig im FIBA Europe Cup aktiv.
Rostock zeigte sich dabei als homogene Einheit, zahlreiche Rollenspieler produzierten, sodass die Minuten gut verteilt werden konnten. Das beste Beispiel dafür war Center Bent Leuchten, der mit zehn Punkten und neun Rebounds am Karrierebestwert sowie am Double-Double kratzte. Zwischenzeitlich führten die Gäste im dritten Viertel mit bis zu 20 Punkten.
Danach ging zwar eine Zeit lang kaum etwas in der Offense, doch die Bonner konnten die Schwächephase der Gäste nicht voll ausnutzen. So blieb Rostock zu Beginn des vierten Viertels 4:30 Minuten ohne Punkt, doch Bonn verkürzte nur auf neun Zähler und dann war Center Owen Klassen gleich zweimal per Offensiv-Rebound zur Stelle.
Bonn, das schlechteste Dreierteam der Liga, traf wieder nur 29 Prozent aus der Distanz (10/34), das war schlichtweg zu wenig. Grayson Murphy (5 Punkte) spielte zehn Assists, beste Scorer waren Alijah Comithier und Tylan Birts mit je 16 Zählern. Erst in den Schlussminuten betrieben die Gastgeber noch einmal Ergebniskosmetik, in Gefahr geriet der Erfolg aber nicht mehr.
Für Rostock war es der bereits vierte Sieg in Serie, die Seawolves rücken somit an die Ulmer auf Rang sechs heran. Bonn bleibt Fünfter, hat aber schon zwei Partien mehr als die Rostocker absolviert. Kurios: In der kommenden Woche treffen beide Teams schon wieder aufeinander, dann aber an der Ostsee.