24.01.2026
"Es ist beschämend"
Die Gladiators Trier haben dem MBC Weißenfels keine Chance gelassen und den Pokalsieger vom Anpfiff bis zum Spielende dominiert. Durch den Sieg hat der Aufsteiger seinen Anschluss an die Spitzengruppe wiederhergestellt.

Die Gladiators kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine und dominierten das Geschehen ab dem Tip-Off. Beim Stand von 5:5 startete Trier einen 21:6-Lauf, der sie eindrucksvoll in Front brachte. Beim MBC wollte offensiv einfach nichts zusammengehen. Sie trafen in der ersten Hälfte nur 33 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld und so gut wie nichts von draußen (4/17).
Gleichzeitig fand das Heimteam defensiv überhaupt keine Antworten auf die gut aufgelegten Gäste, die vor allem in Transition glänzten und den MBC regelmäßig überrannten. So standen schon zur Halbzeit bereits 56 Trierer Punkte auf der Anzeigetafel in der Stadthalle Weißenfels, während auf der anderen Seite magere 35 Zähler aufleuchteten.
"Es ist beschämend, wir spielen viel zu soft. "Wir kassierten 56 Punkte, so kann man nicht gewinnen", beschwerte sich auch ein sichtlich genervter Spencer Reaves in der Halbzeit am Dyn-Mikrofon.

Und nach der Pause ging es genauso weiter. Beim Ballvortrag des ersten Spielzugs ließ sich Reaves fast den Ball klauen, nur damit Charles Callison den Ball wenige Sekunden später beim Passversuch über den Kopf des eigenen Mitspielers hinweg in die Tribüne warf. Auf der Gegenseite machte auch Trier da weiter, wo es aufgehört hatte.
Sie liefen gefühlt jedes Play über Big Man Marten Linßen, der im Pick-and-Roll machen konnte, was er wollte. Callison traf zwar noch ein paar gute Würfe, spätestens mit dem 4:0-Lauf Trierer zu Beginn des vierten Viertels und der damit verbundenen 30-Punkte-Führung war die Partie entschieden.
Gianluca Fraccalvieri
Bei Trier punkteten gleich fünf Spieler, beste Werfer waren Linßen und Jordan Roland mit je 18 Zählern. Steven Ashworth glänzte zudem mit einem starken Double-Double (11 Punkte, 13 Assists). Beim MBC war Callison der erfolgreichste Scorer (20), gefolgt von Reaves (14).
Durch den dritten Sieg in Serie hat Trier den Anschluss an die Spitzenplätze wiederhergestellt und ist mit Alba und Würzburg auf den Plätzen zwei und drei nach Punkten gleichgezogen. Der MBC bleibt dagegen abgeschlagen auf dem zwölften Tabellenplatz mit nur sieben Siegen aus 17 Spielen. Kommenden Spieltag ist der MBC zuhause gegen Oldenburg gefordert, während Trier Alba zum Spitzenspiel empfängt.