vor 10 Stunden
Medaillentraum wird nicht erfüllt
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Frauen hat eine Medaille bei der Heim-WM verpasst. Im Spiel um Platz drei unterlag das DBB-Team erneut Spanien, die erst zu abgezockt für die deutsche Auswahl waren. Am Ende heißt es 58:81 aus deutscher Sicht.

Für Spanien ist es die vierte Medaille bei einer Weltmeisterschaft, zum dritten Mal wurde es Bronze. Im Halbfinale hatten die Ibererinnen gegen die USA verloren, die im Finale um 20 Uhr auf DBB-Bezwinger Frankreich treffen. Für Deutschland war es trotz der Niederlage das beste Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft.
Die DBB-Frauen fanden keine Mittel gegen die 20-jährige Iyana Martin (22 Punkte, 9/15 FG, 9 Assists), die das Herz der spanischen Mannschaft war. Auf deutscher Seite war Leonie Fiebich (10 PTS, 2/11, 7 Rebounds) fast komplett abgemeldet, die besten Scorerin war Nyara Sabally, die 13 Punkte erzielte. Zweistellig punktete zudem Alexis Peterson-Smalls (13).
Wie schon zum Auftakt erwischte Spanien wieder den besseren Start. Martin hatte nach sechs Minuten schon vier Assists auf dem Konto, bei 9:18 aus deutscher Sicht brauchte Bundestrainer Olaf Lange die erste Auszeit. Die Beine wirkten schwer, es fehlte an Zug in den Aktionen. Ein Dreipunktspiel von Marie Gülich und ein Dreier von zum Ende des Viertels gaben zumindest Hoffnung, doch Spanien führte dennoch mit 25:15 nach zehn Minuten.
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Die Defense stand jetzt besser, die Gäste brauchten über drei Minuten, um mal wieder zu scoren. Sabally konnte sich einige Male durchtanken, Alexis Peterson-Smalls verwandelte einen Dreier aus der Ecke und scorte durch kluge Cuts leichte Punkte. Es war wieder Bewegung drin und nach einem And-1 von Emma Eichmeyer war Deutschland wieder auf zwei Zähler dran (31:33). Spanien hatte aber Vorteile am Brett, die DBB-Frauen griffen bisweilen zu zaghaft zu und hatten erneut Turnover-Probleme. Elf waren es in Halbzeit eins, dafür war man mit dem 36:40-Halbzeitstand noch gut bedient.
Die Starting Five der Spanierinnen sorgte dann wieder dafür, dass Deutschland abreißen lassen musste. Über fast sieben Minuten war ein Dreier von Fiebich der einzige deutsche Korb, Spanien erspielte sich wieder eine zweistellige Führung (39:55). Zwei Dreier von Frieda Bühner sowie ein Block von Lina Sontag und Sabally brachten zumindest noch einmal Schwung. Sabally erzwang mit ihrer Power zwei weitere Korberfolge, doch ein Dreier von Martin stellte zum Ende des Viertels auf 51:61 aus deutscher Sicht.
Die Hoffnung währte aber nur kurz, zwei spanische Dreier kratzten an der Moral, während vorne die Pfiffe ausblieben, auf die unter anderem Sabally und Fiebich hofften. Letztere kassierte fürs Beschweren ein technisches Foul. So lief es wie am Tag zuvor, die Deutschen mussten im Schlussviertel komplett abreißen lassen und kassierten so eine weitere deutliche Niederlage. Gut sechs Minuten vor Schluss war klar, dass es nichts mit einer Medaille werden würde, auch wenn die Mannschaft bis zur Schlusssirene alles gab.