vor 10 Stunden
Bitterer Auftakt in Berlin
Die deutschen Basketballerinnen sind mit einer deutlichen Niederlage in die Heim-WM gestartet. Gegen ein vor allem in der ersten Hälfte überragendes Spanien unterlag das DBB-Team in Berlin mit 53:83. Schon zur Pause war die Partie beim Stand von 24:50 praktisch entschieden.

Bundestrainer Olaf Lange setzte zum Auftakt auf Alexis Peterson, Emma Eichmeyer, Leonie Fiebich, Luisa Geiselsöder und Frieda Bühner in seiner Starting Five. Nyara Sabally begann dagegen auf der Bank und wurde nach dreieinhalb Minuten unter großem Applaus erstmals eingewechselt.
Den besseren Start erwischte allerdings Spanien. Shootingstar Awa Fam (17 Punkte, 6/9 FG) erzielte die ersten Punkte der Partie, Peterson antwortete zwar umgehend, doch anschließend übernahmen die Spanierinnen die Kontrolle. Mit hohem Tempo und zwei Dreiern in Serie setzte sich Spanien früh auf 10:4 ab. Fiebich (13, 6 Rebounds) brach mit einem Treffer von außen zum 7:12 den deutschen Bann, doch Spanien konterte erneut mit zwei Dreiern. Besonders bitter: Iyana Martin (12) versenkte mit ablaufender Wurfuhr und auf einem Bein den nächsten Distanzwurf zum 21:10. Nachdem auch Maria Conde (13) von draußen traf, nahm Lange beim Stand von 24:10 seine erste Auszeit.
Deutschland fand offensiv trotzdem kaum Rhythmus. Fiebich verkürzte noch per And-One, nach zehn Minuten lag das DBB-Team aber mit 13:24 zurück und hatte lediglich drei seiner elf Würfe aus dem Feld verwandelt.

Im zweiten Viertel wurde es noch deutlicher. Spanien eröffnete den Abschnitt mit einem 10:2-Lauf, Lange musste beim 16:34 erneut früh zur Auszeit greifen. Auch danach fanden die DBB-Frauen keine Antwort auf die spanische Offensive. Sabally (10, 7 REB) sorgte per And-One zwar für einen Lichtblick, zur Halbzeit stand aber ein ernüchterndes 24:50 auf der Anzeigetafel.
Nach der Pause zeigte Deutschland zumindest eine Reaktion und startete mit vier unbeantworteten Punkten. Alex Wilke (10) traf Mitte des dritten Viertels einen seltenen deutschen Dreier zum 31:55. Spanien antwortete aber sofort mit vier schnellen Punkten, sodass Lange beim 31:59 erneut die Auszeit nahm. Fiebich traf gegen Ende des Abschnitts ebenfalls noch einmal von außen. Das dritte Viertel gestalteten die DBB-Frauen beim 15:15 immerhin ausgeglichen, mit einem deutlichen 39:65-Rückstand ging es in die letzten zehn Minuten.
Dort setzte Bühner mit einem sehenswerten Reverse-Layup gegen Fam ein Ausrufezeichen und legte wenig später zwei weitere Punkte nach. Spanien ließ sich davon aber nicht mehr aus der Ruhe bringen. Megan DiLeo traf von draußen, auch Fam drehte noch einmal auf und die Spanierinnen brachten ihren deutlichen Vorsprung souverän über die Zeit.
Am Ende stand ein ernüchterndes 53:83. Vor allem die Dreierquote machte den Unterschied: Spanien verwandelte 14 seiner 28 Versuche, Deutschland lediglich vier von 23. Auch bei den Assists lag Spanien mit 21:10 deutlich vorne. Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt dem DBB-Team nicht. Bereits am Samstag geht es für die deutschen Basketballerinnen bei der Heim-WM gegen Japan weiter.
Lukas Hetterich