05.07.2025
U-19 WM in Lausanne
Die deutschen U-19-Junioren stehen erstmals im Finale einer Weltmeisterschaft. Das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic setzte sich im Halbfinale gegen Slowenien mit 84:72 (45:31) durch und trifft nun im Finale am Sonntag auf die USA.

Das Finale wird am Sonntag um 20 Uhr in Lausanne gespielt, es ist dann das dritte Spiel in drei Tagen für die DBB-Auswahl. Getragen wurde das Team von Christian Anderson. Der Guard erzielte 18 seiner 27 Punkte (8/14 FG, 6 Assists, 8 TO) in der ersten Halbzeit und spielte bei einem Lauf im zweiten Viertel eine wichtige Rolle.
Hannes Steinbach verbuchte mit 14 Zählern (4/4) und 16 Rebounds ein weiteres Double-Double, zweistellig scorten zudem Frontcourt-Kollege Eric Reibe (13, 5 Boards) und Declan Duru (11). Albas neuer Spielmacher Jack Kayil (12, 4/11, 4 Assists) hatte dagegen große Probleme mit seinem Wurf, drehte aber in den Schlussminuten mit drei Sprungwürfen in Serie auf und stellte so den Finaleinzug sicher. Dort warten die USA, die Neuseeland mit 120:64 überrollten.
Wie gewohnt dominierte die DBB-Auswahl zu Beginn in der Zone. Anderson riss Löcher mit seinen Drives, dazu zeigten sich auch Steinbach und Duru früh treffsicher. Nach knapp sieben Minuten stand es bereits 16:8 für die Deutschen, doch Slowenien schoss sich mit einigen Dreier zurück in die Partie und verkürzte zur Viertelpause auf 19:17.

rar
Slowenien führte kurz darauf für ein paar Sekunden, es folgten aber die besten deutschen Minuten. In der Defense wurde physischer agiert, am Brett besser gearbeitet. Über vier Minuten gelang den Deutschen ein 12:0-Lauf, abgeschlossen von zwei tiefen Dreiern von Anderson, der zur Pause schon bei 18 Punkten stand. Slowenien konterte wieder mit Distanzwürfen (7/17 nach 20 Minuten), doch ein And-1 von Steinbach stellte den alten Abstand wieder her. Mit 45:31 für die deutschen Junioren ging es in die Kabinen.
Nach dem Wechsel wurde es zäher, Deutschland leistete sich zahlreiche Ballverluste, die aber nicht bestraft wurden. Das Ibrahimagic-Team blieb fast vier Minuten ohne Punkt, erst ein Dunk von Amon Dörries beendete die Dürre (52:37). Dennoch hatte Deutschland nun einige Schwierigkeiten. Gegen Anderson wurde ein unsportliches Foul gepfiffen und mit dem Ende des dritten Viertels brachten die Slowenen durch einen 12:2-Lauf den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich (57:49).
Die Slowenen verkürzten sogar noch weiter, doch Freiwürfe von Anderson sowie ein Dreier von Reibe sorgten für Entlastung. Der Big Man legte direkt nach, die Führung wuchs wieder auf 14 Zähler (65:51). Slowenien gab zwar nicht auf, traf wieder einige Dreier, doch der deutsche Erfolg geriet letztlich nicht mehr in Gefahr, da nun auch der zuvor schwache Kayil endlich seinen Wurf fand und die richtigen Antworten gab.
Für Deutschland ist es die erste Teilnahme an einem WM-Finale im Juniorenbereich. Bei einer Europameisterschaft gab es im Vorjahr durch die U18 den ersten EM-Titel, es war jene Mannschaft, die in diesem Jahr bei der WM nach Gold greift.