14.03.2026
Offensivspektakel in Niedersachsen
Rasta Vechta bleibt eines der heißesten Teams der Liga und hat im Verfolgeduell gegen die Riesen Ludwigsburg gleich mehrere Rekorde aufgestellt.

Dabei kamen die Niedersachsen nicht gut in die Partie und liefen früh einem Rückstand hinterher, der sie bis ins zweite Viertel begleitete. Dort fanden sie aber immer besser in ihren offensiven Rhythmus und gingen dank eines Buzzerbeater-Dreiers von Tommy Kuhse nach einer hochklassigen ersten Halbzeit mit einer knappen 51:50-Führung in die Pause. In der ersten Hälfte war es vor allem das Duell zwischen dem überragenden Stefan Smith (Ludwigsburg) mit 23 Punkten und Rastas Topscorer Alonzo Verge (18).
Nach der Pause waren die Gastgeber dann wie entfesselt und konnten kaum mehr danebenwerfen. Sie beenden das Viertel wieder mit einem Buzzerbeater-Dreier, diesmal von TJ Bamba, der aus einer Ein-Punkte-Führung innerhalb von zehn Minuten eine 20-Punkte-Führung machte. Am Ende standen im dritten Viertel 39 Punkte für Vechta auf der Anzeigetafel, erst einmal in der Geschichte der BBL hatte es mehr Zähler im dritten Viertel gegeben (Skyliners 2022/23 40 Punkte gegen Bayreuth).
Auch im Schlussviertel blieb Vechta mit dem Fuß auf dem Gaspedal, während der Rasta-Dome feierte. Obwohl das Spiel schon längst entschieden war, blieb das Heimteam offensiv am Ball und stellte mit 121 Zählern einen neuen Klubrekord auf. Gleichzeitig war es auch ein neuer BBL-Saisonrekord. Sie trafen über das gesamte Spiel 61,1 Prozent ihrer Würfe, darunter überragende 51,5 Prozent ihrer Dreier (17/33).
Verge war am Ende mit 24 Punkten und 14 Assists (Karrierebestwert) der beste Mann bei Vechta, das durch den Sieg den Abstand auf die Abstiegsplätze weiter vergrößert hat. Pleiss steuerte weitere 20 Zähler bei, Bamba 16. Ludwigsburg Smith war nach einer überragenden ersten Hälfte in Halbzeit zwei etwas schwächer unterwegs, am Ende mit 35 Zählern dennoch der mit Abstand beste Werfer des Abends. Elijah Hughes steuerte weitere 17 Zähler bei.
Für Vechta steht am kommenden Samstag ein weiteres Heimspiel gegen Chemnitz an, Ludwigsburg ist am Freitag zuhause gegen die Skyliners gefordert.
Gianluca Fraccalvieri