vor 11 Stunden
Brooks übernimmt die Kontrolle
Die Vet-Concept Gladiators Trier haben im Kampf um die Tabellenspitze vorgelegt und bei Rasta Vechta ihren fünften Sieg in Folge eingefahren. Die Moselstädter führten nahezu über die gesamte Spielzeit, mussten in der Schlussphase allerdings noch einmal zittern. Point Guard Eli Brooks brachte den Sieg über die Ziellinie.

Während die Gladiators unter der Vorwoche ihren internationalen Verpflichtungen nachgehen mussten, hatte Vechta in der Champions League spielfrei. Bei ihrem Heimspiel am Samstagabend gegen die formstarken Moselstädter hatten die Niedersachsen zunächst auch die offenbar frischeren Beine. Weil die Gäste die ersten vier Minuten ohne Punkte blieben, distanzierte sich Vechta mit einem 7:0-Lauf früh. Armaan Franklin (23 PTS, 8 REB) schraubte den Vorsprung zur Viertelmitte zwar nochmal weiter hoch (19:10), nun wachte Trier allerdings auf und kam viermal in Folge in der Zone zu teils einfachen Punkten. Per Dunk stellte Austin Crowley (8 PTS) den ersten Pausenstand her (23:22).
Den Schwung nahm die Mannschaft von Trainer Jacques Schneider gleich mit ins zweite Viertel. Justin Simon (14 PTS, 8 REB) erzielte sieben der ersten zehn Punkte des Durchgangs und befeuerte damit einen Lauf, mit dem sich die Gladiatoren deutlich absetzen sollten. Zur Fünfminutenmarke schenkte (13 PTS, 4/11) den Hausherren einen weiteren Dreier ein und sorgte damit für die bis dato höchste Führung (27:40). Hoffnung gab Vechta-Youngster (6 PTS, 2/2 Dreier), der zur Halbzeitsirene ebenfalls aus der Distanz erfolgreich war (35:43).
jos
Nach dem Seitenwechsel blieb Vechta stets in Schlagdistanz, konnte den Rückstand allerdings nie ganz ausmerzen. Weil sechs der finalen acht Punkte des Viertels im Trierer Korb landeten, ging es nur mit -3 aus Sicht von Rasta in den Schlussabschnitt. Zuvor hatte Lars Thiemann (7 PTS, 3/4 FG) von einem Roland-Ballverlust profitiert.
Im Schlussdurchgang sollte die Aufholjagd Vechtas erstmal weitergehen. Franklin und Matt Lewis (14/7/4) ließen den Vorsprung der Gäste auf drei Zähler schmelzen. Philipp Herkenhoff (7 PTS, 5 REB) schnappte sich daraufhin einen Offensivrebound und sorgte am Ende des Ballbesitzes aus der Distanz sogar selbst für den Ausgleich (76:76). D'Mitrik Trice (15 PTS, 6 AST) brachte die Orangenen sogar in Führung.
Dann hatte allerdings die Stunde von Triers Go-to-Guy Eli Brooks (22 PTS, 5/5 Dreier, 6 AST) geschlagen. Der Aufbauspieler schoss den Hausherren drei Dreier in Folge um die Ohren; als Krimmer (6 PTS, 4 REB) dann - ebenfalls aus der Distanz - sogar auf +10 stellte (80:90), war die Messe gelesen. Während beide Teams ähnlich gut in den Kategorien Rebounds und Zweipunktewürfe abschnitten, markierte der Dreier den größten Unterschied. Vechta versenkte lediglich 24 Prozent seiner Distanzschwürfe (7/29), während Trier auf 37 Prozent kam (10/27).
Die Gladiators gewinnen damit ihren fünften Bundesliga-Sieg in Folge und setzen sich vorerst an die Tabellenspitze der BBL - noch vor die Bayern, die allerdings morgen gegen Hamburg nachziehen können. Vechta muss sich trotz langem Kampf bereits zum fünften Mal in dieser Spielzeit geschlagen geben und bleibt damit das Schlusslicht der Liga. Weiter geht es für beide Teams am Mittwoch im Europapokal: Trier gastiert bei Opava im Europe Cup (18 Uhr); eine Stunde später empfängt Vechta Hapoel Holon.
