vor 52 Minuten
Verge und Pleiß dominieren
RASTA Vechta hat sich die Serienführung gegen Alba Berlin zurückgeholt. In einer intensiven Partie setzte sich Vechta dank eines überragenden Alonzo Verge Jr., vieler erzwungener Ballverluste und eines starken dritten Viertels am Ende mit 91:82 durch.

Die Berliner erwischten zunächst den besseren Start in die Partie und trafen früh hochprozentig. Vor allem Moses Wood (10 Punkte) und Justin Bean (9, 5 REB) sorgten dafür, dass Alba offensiv schnell Rhythmus fand. Doch Vechta ließ sich davon nicht beeindrucken. Angeführt von Alonzo Verge Jr. (24, 10 AST) und einem treffsicheren Tibor Pleiß (22, 10 REB) kämpften sich die Gastgeber Stück für Stück zurück.
Vechta setzte Berlin mit aggressiver Verteidigung und hohem Druck auf die Ballhandler immer wieder unter Stress. Zwei schnelle Dreier von Pleiß brachten schließlich erstmals echte Energie in den Rasta Dome.
Im zweiten Viertel übernahm Vechta die Kontrolle. Verge lenkte die Offensive nach Belieben, fand seine Mitspieler immer wieder mit kreativen Pässen und attackierte selbst konstant den Korb. Gleichzeitig produzierte Alba unter dem Druck der Gastgeber mehrere Ballverluste, die Vechta direkt in schnelle Punkte ummünzte.
Besonders spektakulär wurde es kurz vor der Pause, als Verge aus dem Halbfeld einen perfekten Alley-Oop auf Pleiß spielte. Dazu traf Tevin Brown (21, 7 REB) wichtige Würfe von außen und aus der Isolation. Mit 31 Punkten im zweiten Viertel setzte sich Vechta zur Halbzeit verdient auf 53:44 ab.

Lukas Hetterich
Nach dem Seitenwechsel schien Vechta die Partie zunächst weiter unter Kontrolle zu bringen. Die Gastgeber führten zwischenzeitlich mit 14 Punkten, weil Brown und Verge weiterhin konstant Druck machten und Berlin offensiv immer wieder ins Stocken geriet.
Doch Alba antwortete spät im dritten Viertel noch einmal stark. Vor allem Martin Hermannsson (19) brachte die Gäste mit wichtigen Dreiern und klugen Aktionen zurück ins Spiel. Auch Michael Rataj (11, 5 REB) traf wichtige Würfe, sodass Berlin vor dem Schlussabschnitt plötzlich wieder auf vier Punkte herankam.
Im vierten Viertel entwickelte sich schließlich ein echter Playoff-Fight. Immer wieder verkürzte Berlin den Rückstand, doch Vechta fand jedes Mal eine Antwort. Vor allem Verge übernahm in der entscheidenden Phase Verantwortung, attackierte konsequent den Korb und erzwang wichtige Fouls.
Gleichzeitig wurden die vielen Berliner Ballverluste immer mehr zum Problem. Trotz mehrerer starker Einzelaktionen von Hermannsson gelang es Alba nicht mehr, die Partie komplett zu drehen.
Damit holt sich Vechta die Führung in der Serie zurück und setzt Berlin vor dem nächsten Spiel massiv unter Druck.
