vor 17 Stunden
Bayern kassieren dritte Niederlage der Woche
Die Rostock Seawolves haben dem FC Bayern München Basketball die erste BBL-Niederlage der Saison zugefügt. Nach einem 18:0-Lauf der Gäste kämpften sich die Hausherren zurück und gewannen durch einen späten Korbleger von Artur Konontsuk mit 69:67.

Die Seawolves erwischten vor heimischer Kulisse den besseren Start. Nach einem kurzen 5:6-Rückstand drehten vor allem Zach Copeland (14 PTS, 7 AST) und Todd Withers (12 PTS, 10 REB) mit ihren Dreiern auf, Rostock zog bis auf 22:8 davon. Bis zur ersten Viertelpause verkürzten die Münchner auf 24:15.
Auch im zweiten Abschnitt behielten die Gastgeber zunächst die Oberhand, Withers schraubte den Vorsprung mit zwei weiteren Dreiern auf 38:30. Danach blieb Rostock jedoch ohne Punkt: Die Bayern antworteten mit einem 10:0-Lauf, den Duane Washington Jr. (22 PTS, 4/8 Dreier) 22 Sekunden vor der Sirene per Dreier zur ersten Münchner Führung seit dem Anfangsviertel abschloss. Zur Pause stand es 38:40.
Nach dem Seitenwechsel setzte sich der Lauf der Gäste fort. Washington und Austin Wiley punkteten, aus dem 10:0 wurde ein 18:0, und Mitte des dritten Viertels führte der Euroleague-Klub sogar zweistellig mit 52:41. Doch Rostock fing sich: (15 PTS, 6 REB), der allein im dritten Durchgang zehn Punkte sammelte, führte die Seawolves mit einem 9:1-Lauf wieder heran. Vor dem Schlussviertel stand es nur noch 50:53.
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Im Schlussabschnitt drehte Rostock die Partie. Nach einem Dreier von Vladimir Lucic zum 50:56 legten die Gastgeber einen 11:0-Lauf hin, Copeland brachte sie per Dreier zum 57:56 wieder nach vorne. Artur Konontsuk (14 PTS, 9 im Schlussviertel) erhöhte viereinhalb Minuten vor dem Ende auf 61:56.
Bayern gab sich nicht geschlagen. Johannes Thiemann erzielte alle seine sechs Punkte im Schlussviertel, Washington glich zweimal aus, zuletzt 62 Sekunden vor dem Ende zum 67:67. Die Antwort gab erneut Konontsuk, der nach Vorarbeit von DeAndre Lansdowne 48 Sekunden vor Schluss zum 69:67 ablegte. Die Münchner hatten danach noch zwei Chancen: Erst unterlief Thiemann ein Offensivfoul, dann eroberte Lucic sieben Sekunden vor dem Ende den Ball von Stove. Den letzten Wurf nahm Tobias Jensen, sein Dreier mit der Schlusssirene verfehlte jedoch recht deutlich das Ziel.
Den Ausschlag gab letztlich die Wurfquote. Die Bayern trafen nur 34 Prozent aus dem Feld und lediglich 7 ihrer 29 Dreier (24 Prozent), Andreas Obst kam auf 1/7 von jenseits der Dreierlinie. Rostock verwandelte hingegen 43 Prozent seiner Würfe und 11 von 31 Dreiern.
In der Tabelle steht Rostock nun bei vier Siegen und drei Niederlagen, in eigener Halle sind die Seawolves weiter ungeschlagen (3-0). Bayern (5-1) bleibt trotz der ersten Saisonniederlage an der Spitze, gleichauf mit Trier. Da am Sonntag noch gespielt wird, ist das eine Momentaufnahme.
Für die Seawolves geht es am Mittwoch (4. November, 20.30 Uhr) im EuroCup bei San Pablo Burgos weiter, am Samstag (18.30 Uhr) empfangen sie in der BBL Ulm. Bayern spielt bereits am Dienstag (3. November, 20 Uhr) zu Hause gegen Braunschweig, am Donnerstag (20 Uhr) folgt in der Euroleague die Partie bei ASVEL Villeurbanne.
