26.12.2025
Seawolves zwischenzeitlich 24 Punkte zurück
Alba Berlin erwischte in Rostock einen Traumstart und legte mit einer starken Dreierquote früh den Grundstein für einen ungefährdeten Auswärtssieg. Die Seawolves, angeführt vom überragenden TJ Crockett Jr. kämpften sich zum Ende hin zurück, fanden offensiv aber zu spät in die Partie.

Alba Berlin erwischte einen guten Start. Mit Martynas Echodas und Martin Hermannsson (13 Punkte) feierten gleich zwei Rückkehrer ihr Comeback nach Verletzungspausen. Echodas erzielte prompt die ersten Berliner Punkte. Nach einem And-One von Justin Bean (12, 11 Rebounds) und zwei frühen Dreiern von Malte Delow (13, 3/5 3PM) setzte sich Alba schnell ab, Norris Agbakoko (6, 6 Rebounds) krönte einen 13:0-Lauf mit einem spektakulären Alley-oop-Dunk.
Rostock zeigte aber Moral, kämpfte sich nach einem Dreier von Jordan Bowden und mehreren Freiwürfen zurück und glich kurz vor Viertelende sogar aus. Ein And-One von Hermannsson sorgte jedoch dafür, dass Alba mit einer knappen Führung ins zweite Viertel ging.
Im zweiten Abschnitt zogen die Albatrosse das Tempo und vor allem die Wurfquote deutlich an. Echodas stellte mit starken Screens die Weichen, Berlin traf Dreier im Minutentakt, Jack Kayil (14,6 Assists) versenkte gleich mehrere Würfe von außen. Trotz zweier Auszeiten der Hausherren blieb Rostock völlig ohne Zugriff. Die Zahlen sprachen Bände: Rostock traf zu diesem Zeitpunkt kaum aus dem Feld, während Alba hochprozentig von draußen versenkte. Ein 16:0-Lauf entschied die Partie praktisch vorzeitig, zur Pause lagen die Berliner deutlich vorne.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst unverändert. Rostock fand weiter keinen offensiven Rhythmus, während Alba kontrolliert spielte und den Vorsprung verwaltete. Moses Wood (13, 3/5 3PM) setzte mit drei Dreiern in Serie weitere Nadelstiche und sorgte dafür, dass der Abstand erneut anwuchs. Zwar stemmte sich vor allem der überragende TJ Crockett Jr. (31 Punkte, 7/16 FG) auf Seiten der Seawolves immer wieder gegen die drohende Vorentscheidung, doch insgesamt blieb Rostocks Angriff zu ineffizient, um echte Spannung aufkommen zu lassen.
Lukas Hetterich
Im Schlussviertel zeigte Rostock noch einmal Charakter und eröffnete mit einem 10:0-Lauf. Angeführt von Crockett verkürzten die Seawolves den Rückstand zeitweise sogar auf sieben Punkte, doch die Hypothek aus den schwachen Wurfquoten wog zu schwer.
Alba blieb ruhig, verteilte die Last auf mehrere Schultern und brachte den 80:66-Sieg souverän ins Ziel. Während Rostock vor allem von außen einen gebrauchten Abend erwischte, kamen die Berliner nach zuletzt zwei Liga-Pleiten in Serie zurück und nahmen verdient beide Punkte von der Ostsee mit.