15.04.2025
EuroLeague-Play-Ins
EuroLeague-Debütant Paris Basketball hat überraschend Real Madrid in der ersten Runde der Play-Ins geschlagen (73:81). Die Franzosen treffen im Viertelfinale der Playoffs nun auf Fenerbahce Istanbul, während Real Madrid die Bayern im Play-In-Endspiel empfängt.

Trotz der direkten Nachbarschaft in der EuroLeague-Abschlusstabelle war die Rollenverteilung vor Tip-Off klar: Real Madrid, der EuroLeague-Finalist der Vorsaison, würde mit Heimvorteil als klarer Favorit ins Play-In-Spiel starten. Für Paris Basketball ist es schließlich nicht nur die erste Saison in Europas Königsklasse, sondern zeitgleich die erste Postseason-Erfahrung.
Doch das Team aus der französischen Hauptstadt benötigte keinerlei Eingewöhnungszeit. Direkt im ersten Ballbesitz schweißte Ex-Bonner TJ Shorts einen Dreier in die Korbanlage Madrids. Die Hausherren antworteten umgehend und ließen sich in der Folge auf den offenen Schlagabtausch ein. Den längeren Atem hatten allerdings die Gäste, die das Viertel auf einem 9:4-Lauf beendeten.
Das Momentum nahm das Team von Trainer Tiago Splitter direkt mit in den nächsten Durchgang. Real kam offensiv kaum zum Zug, in den finalen drei Minuten bis zum Seitenwechsel erzielten sie lediglich einen Wurf aus dem Feld. Paris hingegen spielte schnell und belohnte sich auch immer wieder in Person des jungen Nadir Hifi, der erst heute zum "Rising Star" der EuroLeague-Saison gewählt wurde. Den Schlusspunkt des Durchgangs setzte wieder TJ Shorts mit der Sirene (36:46).
Nach dem Kabinengang wurde Madrid wieder etwas mutiger. Wenn bei ihnen etwas ging, dann häufig über Kreativzentrum Facundo Campazzo (17 Punkte, 5 Vorlagen). Der wichtigste Lauf gelang den Königlichen aber ganz ohne ihn. In den drei letzten Minuten des Durchgangs outscorten sie Paris mit 8:0 und verkürzten damit wieder auf -4 (58:62). Veteran Sergio Llull brachte seine Mannschaft in den letzten zehn Minuten sogar auf einen Punkt ran.
Im Schlussviertel war es erneut TJ Shorts, der die Entscheidung brachte. Mit 23 Punkten (8/17) und neun Assists avancierte der Aufbauspieler zum Matchwinner. Nadir Hifi steuerte 15 Zähler hinzu.
jos