vor 15 Stunden
Hapoels Schlussrun kommt zu spät
Real Madrid ist erfolgreich in die Postseason der EuroLeague gestartet. Gegen Wettbewerbs-Neuling Hapoel Tel Aviv übernahmen die Königlichen bereits im Eingangsviertel die Führung und gaben sie danach nicht mehr her.

Überragender Akteur dabei war Routinier Facundo Campazzo (21 PTS, 6/9 Dreier), der in den ersten Minuten aus der Distanz heißlief und vier seiner ersten fünf Dreierversuche im Korb unterbrachte. Anderthalb Minuten vor Ende des Auftaktviertels erhöhte Usman Garuba gar auf +14 aus Sicht der Gastgeber (27:13).
Die Israelis schafften es hingegen lange nicht, ihr Spiel aufzuziehen. Stattdessen leistete sich Hapoel zahlreiche Ballverluste, von denen allein sechs auf Topspieler Vasilije Micic (15 PTS, 7 REB) zurückgingen. Entsprechend bauten die Weißen den Vorsprung noch vor der Halbzeitpause auf bis zu 20 Punkte aus. Ein Run von Antonio Blakeney (25 PTS) drückte den Rückstand zumindest auf -12.
Nach dem Seitenwechsel versuchte Tel Aviv mehrfach, das Momentum in ihre Richtung zu bewegen. Besonders der starke Dan Oturu erwies sich unter dem Korb als Unruheherd (20 PTS, 17 REB). In die Nähe einer Aufholjagd kamen die Gäste allerdings lange nicht, weil Madrid immer wieder Nadelstiche zum richtigen Zeitpunkt setzen konnte.
Das änderte sich in den Schlussminuten, in denen die Gäste einen 18:4-Lauf starteten. In knapp einer Minute verwandelten Antonio Blakeney und Ish Wright drei Dreier, während Madrids sichergeglaubter Sieg nochmal ins Wanken geriet. Die Hausherren blieben fast fünf Minuten ohne Field Goal aus dem Spiel heraus. Die entscheidenden Würfe zum Abschluss der Aufholjagd setzten die Israelis allerdings daneben.
Neben Topscorer Facundo Campazzo scorten auch Trey Lyles (13, 4/10, 6 REB), Mario Hezonja (11/4/4) und Gabriel Deck (10 PTS, 5/7) für Madrid zweistellig.
jos
Das zweite Spiel der Best-Of-Five-Serie findet bereits in zwei Tagen statt. Auch dieses wird nochmal in Madrid ausgetragen, ehe der Heimvorteil zu Spiel 3 und 4 zugunsten der Israelis wechselt.
